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Liebe ist des Bundes Siegel, Den uns Jesus offenbart, Lieb ist seines Herzens Spiegel, Das in Lieb vergöttlicht ward.
Mel. 19: Aus meines Herzens Grunde.
191. Auf weiter Erde webet Das menschliche Geschlecht,
Tief in dem Herzen lebet
Der Drang nach Licht und Recht. Und daraus soll gedeihn
Im menschlichen Gemüte
Die allerschönste Blüte:
Das soll die Liebe sein.
2. Der Menschengeist ergründet Die Dinge wunderbar,
Das Menschenwort verkündet Die Wahrheit hell und klar. Das ist ein guter Hall; Doch wenn ihm ferne bliebe Die treue That der Liebe, So wärs ein leerer Schall.
3. Die Zeit schafft große Werke, Scheucht alter Ubel Schwarm, Und voller Mut und Stärke Kämpft mancher tapfre Arm. Doch echter Sieg gelingt Erst, wenn auf solchen Bahnen Der heilgen Liebe Fahnen Der treue Kämpfer schwingt.
4. Das Recht mit ernstem Klange, Der Ehre Hochgefühl,
Sie setzen wüstem Drange
Der Leidenschaft ein Ziel.
Allein die kalte Pflicht,
Bei der die milde Liebe
Dem Herzen ferne bliebe,
Die ist das Rechte nicht.


