Lehr eu n= be thenn!
wirst du mit großem Nutzen die„Letzten Dinge“ be⸗ trachten.
Sehr zu empfehlen ist der Gebrauch eines guten Betrachtungsbuches. Es macht die Betrachtung leicht und angenehm. Du brauchst nur, nachdem du Gott um sein Licht gebeten, die Betrachtung absatzweise lesen und dir folgende Fragen beantworten: 1. Was habe ich jetzt gelesen? 2. Was folgt daraus für mich? 3. Warum soll ich das tun? 4. Wie habe ich es bisher getan? 5. Wie will ich es in Zukunft tun? GHaftz schließ mit einem herzlichen Zwiegespräch mit
ott.
Hast du kein Betrachtungsbuch zur Hand, so wähle folgenden Weg: Lies einen Gebets⸗ oder Lied⸗ text, der dir geläufig ist, und durchdenk ihn Wort für Wort. Bleib bei jedem Worte, so lange es deiner Andacht Nahrung bietet. Suche insbesondere einen praktischen, ganz bestimmt gefaßten Vorsatz als Frucht der Betrachtung mit ins Leben zu nehmen.
Wo sollst du beten?
Überall, wo Gott dich sieht und du seiner bedarfst, vorzüglich aber in deinem Kämmerlein und im Gotteshause sollst du beten.
„Wenn du betest, so geh in dein Kämmerlein, schließ die Türe und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist“(Matth. 6, 6). Glückliche Ein⸗ samkeit, wo man mit Gott allein ist!
Der göttliche Heiland hat aber auch gesagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“(Matth. 18, 20). Jesus wünscht also auch das gemeinsame Gebet und verspricht ihm besonderen Segen. Er selbst pflegte es im Familiengebete mit Maria und Josef, im Kreise seiner Jünger. Dem Beispiele Jesu folgend, üben echt christliche Familien gemein⸗ same Andachten, z. B. vor und nach Tisch, abends, fei Hl. Abend, am Herz⸗Jesu⸗Freitag, an Familien⸗ festen.
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