Kirchliche Approbation. VII
lichkeit athmet, wie es sich wohl nicht geziemt für ein Lied, das da sein soll ein Gebet des sündigen Menschen zum unendlichen Gott.
Um diesen Zustand des kirchlichen Volksgesanges zu verbessern, hat nun der in Unserer Diöcese wirkende, von Uns approbirte Diöcesan-Cäcilien⸗Verein über Unsere Anordnung sich der Aufgabe unterzogen, aus dem reichen Liederschatze unserer Vorfahren die schönsten Lieder aus⸗ zuwählen, und mit denjenigen jetzt üblichen Gesängen, welche des Gottesdienstes würdig sind, zu einem neuen Liederbuche zusammenzustellen. Wir haben dieses Buch hinsichtlich des Textes und der Melodie von Fachkundigen prüfen lassen; und da Wir gefunden haben, daß dasselbe alle in Unserer Diöcese bisher gebräuchlichen Gesangs⸗— bücher weit übertrifft, und gar wohl geeignet ist, den kirchlichen Volksgesang auf eine Stufe zu erheben, worauf er in Wahrheit zu Gottes Ehre und der Gläu⸗ bigen Erbauung dienen kann, so erklären Wir das Buch als Unser Diöcesan-Liederbuch, und übergeben es Euch hiemit, indem Wir kraft Unseres bischöflichen Amtes bestimmen, daß fortan in keiner Kirche Unserer Diöeese ein anderes Gesangbuch eingeführt, und daß an Stelle der bisher gebrauchten Gesan gbücher bei allen Andachten in und außer dem Gottes— hause allmälig dieses verwendet werde, damit so in Unserer Diöcese Gottes Lob wie aus Einem Herzen und Einem Munde erklinge.


