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Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine : [nebst] Die kleine Kirchenlitanei
Entstehung
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und andern gerne für, doch werd ich meiner Schwachheit inne; weil alles, was du bist, ohn End und Anfang ist, vergehn mir drüber alle Sinne.

2. Es rührt von deiner Allmacht her, was je von Anbeginn entstanden, kein Einges kommt von ungefähr; wärst du nicht, so wär nichts vorhanden. Was unser Aug und Ohr nimmt wahr, wovon wir wissen oder lesen, was sichtbar ist und unsichtbar, das alles hat von dir sein Wesen. Du tust, was du beschleußt; und was unmöglich heißt, ist das geringste deiner Werke. Du bist nur dir bekannt, dein göttlicher Verstand/ und Weisheit gleichet deiner Stärke.

3. Dich schließen keine Grenzen ein, und wenn gleich tausend Welten wären, so wären sie für dich zu kleino und nur wie Zeichen deiner Ehren. Du streckest dich unendlich weit/ und übersteigest alle Sterne, deins Namens Lob und Herrlichkeit/ erreichet eine solche Ferne, drauf niemand denken kann. Dich betet alles an/ und muß sich untertänig bücken; und wer mit Zuversicht /dir seine Not bericht, dem hilfest du mit deinen Blicken.

4. Bei dir ist kluger Rat die Tat, Gerechtigkeit in dem Ge richte, Vollkommenheit im höchsten Grad, Geduld vor deinem Angesichte, Barmherzigkeit und große Treu; die Gnad und unermeßne Liebe, wird alle Morgen bei uns neu; so handelst du aus eignem Triebe. Ein jeder Augenblick/ ist deiner Wohltat Stück, darin wir deine Huld genießen. Ja, alles, was wir sein, kommt nur von dir allein, von welchem alle Segen fließen.

5. Vermag dir jemand auch dafürmit Mund und Herzen recht zu danken? In keinen Tempeln wohnst du hier, dein Dienst hat wahrlich keine Schranken; was Menschen für dich aufgebaut, darin wird deiner nicht gepfleget. Du liebest den, der dir vertraut/ und sich zu deinen Füßen leget. Was man dir leisten soll, das tut uns selber wohl; denn du bedarfst nicht unsrer Gaben. Statt dessen wendest du/ uns Heil und Leben zu/ und kannst von niemand etwas haben.