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10 Gottes Wesen, Eigenschaften und Werke.
im Tod: Du bist der Leben⸗ den ihr Gott. M. Phil. Erdr. Hiller, g. 1699, st. 1769.
Mel. Es ist das Heil uns kommen her.
6. Der Herr ist Gott, und keiner mehr! Frohlockt ihm, alle Frommen! Wer ist ihm gleich? wer ist wie er, So herrlich, so vollkommen? Der Herr ist groß, sein Nam ist groß! Erist unendlich, grenzen⸗ los In seinem ganzen Wesen.
2. Er ist und bleibet, wie er ist. Wer strebet nicht ver⸗ gebens, Ihn auszusprechen; wer ermißt Die Dauer sei⸗ nes Lebens? Wir Menschen sind von gestern her; Eh noch die Erde ward, war er, War, eh die Himmel waren.
3. Des Ewgen Thron um⸗ giebt ein Licht, Das ihn vor uns verhüllet; Ihn fassen alle Himmel nicht, Die seine Größ erfüllet. Er bleibet ewig, wie er war, Verborgen und doch offenbar In seiner Werke Wundern.
4. Wo wären wir, wenn seine Kraft Uns nicht gebil⸗ det hätte? Er kennt uns, kennet, was er schafft, Der Wesen ganze Kette. Bei ihm
ist Weisheit und Verstand,
Und er umspannt mit seiner Hurn Die Erde samt dem Himmel.
5. Ist er nicht nah? Ist er nicht fern? Weiß er nicht al⸗ ler Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn Ein Mensch verbergen möge? Umsonst hüllt ihr in Finsternis, Was ihr beginnt; er siehts gewiß, Er sieht es schon von ferne.
6. Wer schützt den Weltbau ohne dich, O Herr, vor sei⸗ nem Falle? Allgegenwärtig breitet sich Dein Fittig über alle. Du bist voll Freund⸗ lichkeit, voll Huld, Barmher⸗ zig, gnädig, voll Geduld, Ein Vater, ein Verschoner.
7. Untadelhaft bist du und gut Und reiner, als die Sonne. Wohl dem, der dei⸗ nen Willen thut; Denn du vergiltst mit Wonne. Du hast Unsterblichkeit allein, Bist se⸗ lig, wirst es ewig sein, Hast Freuden, Gott, die Fülle.
8. Dir nur gebühret Lob und Dank, Anbetung, Preis und Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgesang, Ihr alle seine Heere. Der Herr ist Gott und keiner mehr! Wer ist ihm gleich, wer ist wie er, So herrlich, so vollkommen?
Dr. Andr. Cramer, g. 1722, st. 1788.
Die Engel.
Mel. Jesus, meine Zuversicht. 17. Herr, du hast in deinem Reich Große Scharen heilger Engel; Diesen bin ich noch
nicht gleich, Denn mein Herz ist voller Mängel. Ach, wann werd ich doch so rein Wie die guten Engel sein!


