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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstentums Minden und der Grafschaft Ravensberg : mit durchgesehenem und vermehrtem Anhange
Entstehung
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6 Gottes Wesen, Eigenschaften und Werke.

von Seligkeiten, Ohn Anfang Gott Und Gott in ewgen

eiten, Herr aller Welt, wer ist dir gleich!

5. Was ist und war Im Himmel, Erd und Meere, Das kennet Gott, Und seiner Werke Heere Sind ewig vor ihm offenbar.

6. Er ist um mich, Schafft, daß ich sicher ruhe; Er schafft, was ich Vor⸗ oder nachmals thue, Und er erforschet mich und dich.

7. Er ist dir nah, Du sitzest oder gehest; Ob du ans Meer, Ob du gen Himmel flöhest, So ist er allenthalben da.

8. Er kennt mein Flehn Und allen Rat der Seele; Er weiß, wie oft Ich Gutes thu und fehle, Und eilt, mir gnädig beizustehn.

9. Er wog mir dar, Was er mir geben wollte, Schrieb auf sein Buch, Wie lang ich leben sollte, Da ich noch un⸗ bereitet war.

10. Nichts, nichts ist mein, Das Gott nicht angehöre: Herr, immerdar Soll deines Namens Ehre, Dein Lob in meinem Munde sein.

11. Wer kann die Pracht Von deinen Wundern fassen! Ein jeder Staub, Den du hast werden lassen, Verkün⸗ digt seines Schöpfers Macht.

12. Der kleinste Halm Ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, Ihr Auen, Thal und Hügel, Ihr seid sein Loblied und sein Psalm.

13. Du tränkst das Land, Führst uns auf grüne Wei⸗ den, Und Nacht und Tag Und Korn und Wein und Freu⸗ den Empfangen wir aus dei⸗ ner Hand.

14. Kein Sperling fällt, Col ohne deinen Willen:

ollt ich mein Herz Nicht mit dem Troste stillen, Daß deine Hand mein Leben hält?

15. Ist Gott mein Schutz, Will Gott mein Retter wer⸗ den, So frag ich nichts Nach Hahe ie und nach Erden, Und

iete selbst der Hölle Trutz. Chr. Fürchteg. Gellert, g. 1715, st. 1769.

Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 11. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, Die Weisheit deiner Wege, Die Liebe, die für alle wacht, Anbetend über⸗ lege: So weiß ich von Be⸗ wundrung voll Nicht, wie ich dich erheben soll, Mein Gott, mein Herr und Vater.

2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke; Der Himmel, präch⸗ tig ausgeschmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne?

3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, Mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herr⸗ lichkeit. Gott, deine Güte