Evangelium. Matth. 9, 18-— 26. Da er solches mit ihnen re⸗ dete, siehe, da kam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stand auf und folgete ihm nach und seine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hin⸗ ten zu ihm und rührete seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei sich selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus um und sahe sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu der⸗ selbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam und sahe die Pfeifer und das Getüm⸗ mel des Volks, sprach er zu ih⸗ nen: Weichet, denn das Mägd⸗ lein ist nicht todt, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stand das Mägdlein auf. Und dies Gerücht erscholl in dasselbige ganze Land.
Am 25. Sonntage nach Trinitatis.
Epistel. 1 Thess. 4, 13—18.
Wir wollen euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten von de⸗ nen, die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind durch Jesum, mit ihm führen. Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir
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leben und überbleiben in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und Stim⸗ me des Erzengels und mit der Posaune Gottes hernieder kom⸗ men vom Himmel, und die Todt⸗ ten in Christo werden auferstehen zuerst, darnach wir, die wir leben und überbleiben, werden zugleich mit denselbigen hingerückt werden in den Wolken, dem Herrn ent⸗ gegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch nun mit diesen Worten unter einander.
Evangelium. Matth. 24, 15—28.
Wenn ihr nun sehen werdet den Gräuel der Verwüstung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehet an der heiligen Stätte,(wer das lieset, der merke drauf!), alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist. Und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen. Und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Säu⸗ gern zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter, oder am Sabbath; denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, als nicht gewesen ist vom Anfang der Welt bisher, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht wür⸗ den verkürzet, so würde kein Mensch selig; aber um der Aus⸗ erwählten willen werden die Tage verkürzet. So alsdann je⸗ mand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus, oder da: so sollt ihrs nicht glauben. Denn
es werden falsche Christi und
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* DSSSTRTSTIIIIe


