170 Episteln und Evangelien.
erniedriget werden, und wer sich selbst erniedriget, der soll erhöhet werden.
Am 18. Sonntage nach Trinitatis.
Epistel. 1 Cor. 1, 4—9. Ich danke meinem Gott alle⸗
zeit euerthalben für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn an allen Stücken reich ge⸗ macht, an aller Lehre und in aller Erkenntniß. Wie denn die Predig von Christo in euch kräftig geworden ist, also, daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi, welcher auch wird euch fest behalten bis ans Ende, daß ihr unsträflich seid auf den Tag unsers intr⸗ Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch wel⸗ chen ihr berufen seid zur Ge⸗ meinschaft seines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn.
Evangelium. Matth. 22, 34—46.
Da aber die Pharisäer höre⸗ ten, daß er den Sudducäern das Maul gestopfet hatte, verfamm⸗ leten sie sich, und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, ver⸗ suchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber spra zu ihm: Du sollst lieben Gott deinen Herrn von ganzem Her⸗ zen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüthe; dies ist das vornehmste und größeste Gebot. Das andere 2 dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben, als dich selbst. In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. a nun die Pharisäer beieinander waren, fraate sie Jesus und sprach: Wie
dünket euch um Christus? Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Da⸗ vids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Cere boigesagtzumeinem Hernn:
etze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? So nun David ihn einen Herrn nennt, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch nie⸗ mand von dem Tage an hinfort ihn fragen.
Am 19. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ephes. 4, 22—28.
So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der dur Lüste in Irrthum sich verderbet; er⸗ neuert euch aber im Geist eures Gemüths, und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Dar⸗ um leget die Lügen ab und re⸗ det die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir unter einander Glieder sind. Zürnet und sündiget nicht, lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lästerer. Wer
ch gestohlen hat, der stehle nicht
mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe zu geben dem Dürftigen.
Evangelium. Matth. 9, 1—8.
Da trat er in das Schiff, und fuhr wieder herüber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen
der lag auf Da nun Jesus
Gichtbrüchigen, einem Bette.
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