Advent.
2. Der Grund der Welt war nicht geleget, Der Himmel war noch nicht gemacht, So hat Gott schon den Trieb ge⸗ heget, Der mir das Beste zu⸗ gedacht; Da ich noch nicht geschaffen war, Da reicht er mir schon Gnade dar.
3. Sein Rathschluß war, ich sollte leben Durch seinen ein⸗ gebornen Sohn. Den wollt er mir zum Mittler geben, Den macht er mir zum Gnaden⸗ thron; In dessen Blute sollt ich rein, Geheiliget und selig sein.
4. O Wunderliebe, die mich wählte Vor allem Anbeginn der Welt Und mich zu ihren Kindern zählte, Für welche sie das Reich bestellt! O Vater⸗ hand, o Gnadentrieb, Der mich ins Buch des Lebens schrieb!
5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüthe Hinauf zu dieser Quelle steigt, Von welcher sich ein Strom der Güte Zu mir durch alle Zeiten neigt, Daß jeder Tag sein Zeugniß giebt: Gott hat mich je und je geliebt.
6. Wer bin ich unter Mil⸗ lionen Der Creaturen seiner Macht, Die in der Höh und Tiefe wohnen, Daß er mich
III. Christi Ankunkt; Adurnt.
Mel. Vom Himmel hoch, da komm ich her. 25. Komm, Heidenheiland, wärts flammen deinenSchein, schönste Denn so will Gott geboren Sonne dieser Welt! Laß ab⸗ sein.
Lösegeld! Komm,
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bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres Blatt, Ein Staub, der keine Stätte hat.
7. Ja freilich bin ich zu ge⸗ ringe Der herzlichen Barm⸗ herzigleit, Womit, o Schöpfer aller Dinge, Mich deine Liebe stets erfreut. Ich bin, o Vater, selbst nicht mein, Dein bin ich, Herr, und bleibe dein.
8. Im sichern Schatten deiner Flügel Find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: Wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel unter⸗
ehn, Dies Wort der Wahr⸗ heit bleibet stehn.
9. Ach könnt ich dich nur besser ehren, Welch edles Lob⸗ lied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, Was du, mein Gott, an mir ge⸗ than. Nichts ist so köstlich, nichts so schön, Als, höchster Vater, dich erhöhn.
10. Doch nur Geduld! Es kommt die Stunde, Da mein durch dich erlöster Geist Im höhern Chor mit frohem Munde Dich, schönste Liebe, schöner preist. Drum eilt mein Herz aus dieser Zeit Und sehnt sich nach der Ewig⸗
keit. 3.6. Heermann, g. 1701, ft. 1791.
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