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5. Laß sie halten uns in Hut Vor der Abgefallnen Wuth, Vor dem Fürsten dieser Welt, Wenn sein Trug uns Schlin⸗ gen stellt.
6. Gieb, daß vieler Sünder Reu Dort im Himmel sie er⸗ freu; Gieb, daß keiner mehr verübt, Was ihr heilig Aug betrübt.
Sünde und Erlösung.
7. Lieb und Hülf ist Engel⸗ amt, Dazu schufst du uns ge⸗ sammt; Daran mach uns hier schon reich, Hier schon deinen Engeln gleich.
8. Jesu, deinen Geist uns send, Daß bei unserm letzten End Engelhand uns sanft und süß Zu dir trag ins Para⸗ dies. Victor Strauß, g. 1809.
II. Hünde und Erläsung.
19. Nun freut euch, lieben Christen gmein, Und laßt uns fröhlich springen, Daß wir getrost und all in ein Mit Lust und Liebe singen, Was Gott an uns gewendet hat, Und seine süße Wunderthat; Gar theur hat ers erworben.
2. Dem Teufel ich gefangen lag, Im Tod war ich verlo⸗ ren; Mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, Darin ich
war geboren; Ich fiel auch
immer tiefer drein. Es war kein Guts am Leben mein, Die Sünd hatt mich besessen.
3. Mein guten Werk die galten nicht, Es war mit ihn verdorben; Der frei Will haßte Gotts Gericht, Er war zum Gutn erstorben; Die Angst mich zu verzweifeln trieb, Daß nichts denn Ster⸗ ben bei mir blieb, Zur Höllen mußt ich sinken.
4. Da jammert Gott in Ewigkeit Mein Elend über Maßen; Er dacht an sein Barmherzigkeit, Er wollt mir
helfen lassen; Er wandt zu mir sein Vaterherz; Es war bei ihm fürwahr kein Scherz, Er ließ sein Bestes kosten.
5. Er sprach zu seinem lie⸗ ben Sohn: Die Zeit ist hie zu 'rbarmen. Fahr hin, meins Herzens werthe Kron, Und sei das Heil dem Armen Und hilf ihm aus der Sündennoth, Erwürg für ihn den bittern Tod Und laß ihn mit dir leben.
6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward; Er kam zu mir auf Erden, Von einer Jung⸗ frau rein und zart; Er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, Er ging in meiner armen Gstalt; Den Teufel wollt er fangen.
7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen. Ich geb mich selber ganz für dich, Da will ich für dich ringen; Denn ich bin dein und du bist mein, Und wo ich bleib, da sollst du sein; Uns soll der Feind nicht scheiden.


