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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Gebete [usw.]
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Eigenschaften und Werke. 7

ich dich erheben soll, Mein

Gott, mein Herr und Vater.

2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke. Der Himmel, präch⸗ tig ausgeschmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Maje⸗ stät? Wer ruft dem Heer der Sterne?

3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erden auf, Mit Vorrath uns zu segnen? O Gott der Macht und Herr⸗ lichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen.

4. Dich predigt Sonnen⸗ schein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, Mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; Bringt unserm Schöpfer Ehre!

5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand So wunder⸗ bar bereitet; Der Mensch, ein Geist, den sein Verstand Dich zu erkennen leitet; Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, Ist sich ein täg⸗ licher Beweis Von deiner Güt und Größe.

6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, Erhebe seinen Namen! Gott unser Vater, sei gepreist, Und alle Welt sag Amen!

Und alle Welt fürcht ihren Herrn Und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen!

Chr. Fürchteg. Gellert, g. 1715, st. 1769.

Mel. Die Tugend wird durchs ꝛc. 12. Wie groß ist des All⸗ mächtgen Güte! Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, Der mit verhärtetem Gemü⸗ the Den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermessen, Sei ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ gessen, Vergiß, mein Herz, auch seiner nicht!

2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der mei⸗ ner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft?

3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist, Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein.

4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg,