10 Lob und Dank.
den Herren droben hier preisen auf der Erd, ich will ihn herzlich loben, so lang ich leben werd.
2. Wohl dem, der ein⸗ zig schauet nach Jakobs Gott und Heil. Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt: sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt.
3. Hier sind die star⸗ ken Kräfte, die uner⸗ schöpfte Macht; das wei— sen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer und die unzählge Herde im großen, wilden Meer.
4. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand Un⸗ recht thun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht ge— schicht, und wer Gewalt muß leiden, den schützt er im Gericht.
5. Er weiß viel tau⸗ send Weisen, zu retten
aus dem Tod; er nährt und giebet Speise zur Zeit der Hungersnot, macht schöne rote Wangen oft bei geringem Mahl, und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual.
6. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht't. Er liebet alle Frommen, und die ihm günstig sind, die fin⸗ den, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund.
7. Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm, der Herr allein ist König, ich eine welke Blum; jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt.
Paul Gerhardt 1607-1676. Mel. Nun danket all und bringet Ehr.
9 Ich singe dir mit
Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust, ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt.
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