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Neues Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in den Kurfürstlich-Hessischen Landen
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IV. Von der Schoͤpfung.

ren blüthe. Von dir Zeugen alle dinge, So geringe Sie mir scheinen: Wie im großen so im kleinen.

5. O zeuch mich über Welt und zeit Zu dir, o herr der herrlichkeit, Durch deine große liebe. Auf dich laß mich in allem sehn, Für jedes gute dich erhöh'n. Belebe meine triebe, Omein Vater, Dir in allen Zu gefallen; Dir zu leben Sey mein einziges bestreben.

Mel. Ein lämmlein geht und ꝛc. Pobsinget gott! er schuf die 37. welt Zum schauplatz seiner güte; Lobsingt ihm, der sie noch erhält, Mit freudigem gemüthe. Gott ist die liebe! rühmt es laut, Geschöpfe, die ihr ihm vertraut, Die ihr ihn kennt und ehret! Rühmt es, daß seine gütigkeit Mit jedem morgen sich verneut, Und ewig, ewig währet!

2. Daß außer dir nicht alles leer Von freud' und leben bliebe, Schufst du, o gott, der himmel heer Und unsre erd' aus liebe. Du selbst be⸗ durftest ihrer nie; Unendlicher, du ließest sie Zu ihrem glücke werden. Du aber sättigest dich nun Mit won⸗ ne, allen wohlzuthun Im himmel und auf erden.

5. Kein mensch, kein engel selbst, ermißt Die größe deiner segen; Wie gütig deine weisheit ist In allen ih⸗ ren wegen. Gott, deine güte reicht so weit, Als deines reichs unend⸗ lichkeit, So weit, herr, als dein le⸗ ben. Ach, was sind wir? die deine macht Aus todtem staub hervorge bracht, Uns ewig heil zu geben.

4. Ovater, welchem keiner gleicht An liebe, wie an stärke! Kein dank, kein lobgesang erreicht Die wunder deiner werke. Doch ist dirs ange nehmer dank, Dir ist es mehr als lobgesang, Wenn ich dich thätig lie be! Und gern in meiner lebens⸗ zeit Erbarmen und wohlthätigkeit An andern menschen übe.

5. Duͤ bist die liebe; dank sey dir,

Daß ich dich so erkenne, Und dir zum ruhm, zum troste mir, Dich meinen vater nenne. Auch ich will gerne liebreich seyn, Will glücklich machen, will erfreun, Will helfen. und dir gleichen. Von diesem heil und dieser pflicht, O gott der liebe, laß mich nicht, So lang' ich lebe, weichen.

Mel. Warum sollt' ich ꝛc.

8 Se zufrieden, mein ge⸗ 5 müthe! Gott ist gut, Was er thut, Ist voll lieb' und güte. Er nur weiß in allen sachen, Groß an rath, Wie von that, Alles wohl zu machen.

2. Beides, erd' und himmel, preisen Seine macht, Tag und nacht Müffen sie beweisen. Sonn' und mond, das heer der sterne, Was sich regt Und bewegt, Lobt ihn nah' und ferne.

5. Schau' die werke seiner hände! Mensch und thier, Melden dir Sei⸗ nen ruhm ohn' ende, Was wir noch so kleines nennen, Gras und Laub, Selbst der staub, Giebt ihn zu erkennen.

4. Was auf bergen und in grün⸗ den, In der höh', In der see, Oder sonst zu finden, Rühmt die weisheit seiner werke; Jeder wurm, Wind und sturm, Preisen seine stärke.

5. Sollt' ich denn nicht ihn erhe⸗ ben? wie so gar Wunderbar Gab er mir mein leben! Was ich hab', ist sein Geschenke, Auch der geist, Der ihn preist, Mit dem ich ihn denke.

6. Wie mich sein getreues sorgen, Tag und nacht Nimmt in acht, Das zeigt jeder morgen. Ja kein augen⸗ blick verschwindet, Der mich nicht Gott, mein licht! Dir zum dan verbindet.

7. Setzten mir des kreuzes plagen Heftig zu, So halfst du, O mein gott, sie tragen; War kaum noch geduld vorhanden: Deine kraft Hat geschafft, Daß ich überstanden.

6. Nun, mein herz, das hat schon

B 2 lange

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