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Neues Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in den Kurfürstlich-Hessischen Landen
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Erste Abiheilung.

2, Heilig ist dein ganzes wesen, Denn kein böses ist an dir. Ewig bist du so gewesen, Und so bleibst du für und für. Was dein wille wählt und thut, Ist unsträflich, recht und gut, Und mit deines armes stärke Wirkst du stets vollkommne werke. ö 3. Herr! du willst, daß deine kin⸗ der Deinem bilde ähnlich seyn. Nie hesteht vor dir der sünder; Denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der frommen freund; Uebelthätern bist du feind. Wer beharrt in sei⸗ nen sünden, Kann vor dir nicht gnade finden.

4. O! so laß uns nicht verscherzen,

der sünden macht! Denn was sind wir, gott! vor dir? Du bist heilig, aber wir Sind verderbt, und wer kann zählen, Großer gott, wie oft wir fehlen? 5, Uns von sünden zu erlösen.

reinige vom bösen Durch ihn unsern ganzen sinn. Gieb uns, wie du selbst verheißt, Gieh uns deinen guten geist, Daß er unsern geist regiere Und zu allem guten führe.

6. Keiner sündlichen begierde Blei⸗ be unser herz geweiht! Unsers wan⸗ dels größte zierde Sey rechtschaffne heiligkeit! Mach uns deinem bilde

Was du uns noch zugedacht. Schaffe in uns reine herzen! Tödt in uns

gleich! Denn zu deinem himmelreich Wirst du, herr! nur die erheben Die im glauben heilig leben.

7. Wahrhaftigkeit und Treue Gottes.

Mel. Wer nur 2 n gott ꝛc.

och nie hast du dein wort

22. N gebrochen, Nie beinen bund, o gott, verletzt; Du hältst getreu, was du versprochen, Voll⸗ führst, was du dir vorgesetzt. Wenn erd und himmel auch vergehn, Bleibt ewig doch dein Wort bestehn.

2. Du bist kein mensch, daß dich gereue, Was uns dein mund ver⸗ heißen hat; Nach deiner macht, nach deiner treue Bringst du, was du versprichst, zur that. Scheint die er⸗ füllung gleich noch weit, So kommt sie doch zur rechten zeit.

5. Und wie du das unfehlbar gie⸗ best, Was deine huld uns zuge dacht: So wird, wenn du vergel⸗ tung ühest, Dein drohwort auch gewiß vollbracht. Wer dich, o gott, beharrlich haßt, Fühlt deiner strafe schwere last.

4. O drücke dies tief in mein her⸗

Gieb, daß ich nie leichtsinnig scherza Mit deiner strafgerechtigkeit; Nie werde das von mir gewagt, Was dein befehl mir untersagt. 5. Doch laß mich auch mit festem glauben Dem worte deiner gnade traun. Wer kann den trost uns je⸗ mals rauben, Den wir auf dein versprechen baun? Du bist ein fels, dein bund steht fest; Wohl dem, der sich auf dich verläßt! ö 6. Wie stark sind unsers glaubens gründe! Hier ist dein wort, das niemals trügt; Und daß dies allen beifall finde, Hast du den eid hin⸗ zugefügt. Wahrhaft'ger! was dein

mund beschwört, Ist völlig unsers

glaubens werth. 7. Erwäge dies, o meine seele! Und

trque gott, der's treulich meint. Sey gern, nach seines worts befehle, Dey wahrheit freund, der lügen feind,

ze, Daß es vor jeder sünd sich scheut;

Beweise dich als gottes kind, Dem treu und wahrheit heilig sind.

8. Liebe,

Gabst du deinen sohn dahin. O! so