6 Erste Abtheilung.
mußt du selbst, recht groß von dir rem glück, Umsonst nach trost im
zu denken, Die kraft mir schenken.
2. Was ist im himmel, höchster
was auf erden, Das so, wie du, ver⸗ dient, erkannt zu werden? Welch wissen ist wohl herrlicher zu nennen,
Als dich erkennen?
5. Dich suchen, ist die herrlichste der sorgen; Zwar bist du uner⸗
Doch willst du, wenn wir nur dein licht
forschlich und verborgen:
nicht hassen, Dich finden lassen.
4. Mit lauter stimme lehren deine werke Uns deine welsheit, deine güt und stärke; Auch hast du selbst, sey hoch dafür gepriesen! Uns unter⸗
wiesen. ö
5. Und immer mehr willst du dich offenbaren, Wenn, was du lehrst, wir nur getreu bewahren; Wenn wir, was deine lehren wirken sol— len, Uns bessern wollen.
6. Ach möcht ich, gott, aus allen
meinen kräften Dich suchen; auch
bei sorgen und geschäften, Mein herz, zu dir mich leichter gufzu— schwingen, Zur andacht bringen! 7. Drum führe durch dein wort doch meine seele, Daß sie den weg zum lichte nicht verfehle; Gieb mir, weil ihre kräfte leicht ermüden, Ernst, lust und frieden.
8. Dann werdich immer besser dich erkennen, Und täglich mehr von dei—
ner lieb entbrennen, Dir gern ge⸗
leide. Die lust zu guten thaten flieht „Vor ihm, der seinen gott nicht sieht. Nie fühlet sich sein herz erfreut Von wonne der unsterblichkeit. Gott, un⸗ ser gott! wie jammervoll, wie fürch⸗ terlich Wird unser leben ohne dich! 2. Wenn du nicht bist, wer trägt und hält, Und wer regieret dann die welt? Wer sorgt auch für mein leben? wem danke ich mein leben dann? Wer nimmt bis jetzt sich mei⸗ ner an? Wem kann ich mich ergeben? Verhängniß oder ungefähr Wär dann mein gott; und arm ist der z Dann wär vernunft und freiheit, spott; Und schreckenvoll wär mir der tod! Gott, wahrer gott! Wie graun⸗ voll wird mir deine welt, Wenn nicht dein arm sie führt und hält! 3. Kann ohne dich ein glücherfreun, Für mich ein guth auf erden seyn, Und kann ichs froh genießen? Was hilft mir freiheit und verstand, Was jede wohlthatdeiner hand, Was nützt ein gut gewissen? Bist du nicht, so erfreun sie nie; Ein traum ist ihre lust, wie sie. Die erd ist finsterniß z kein licht Strahlt her von deinem an⸗ gesicht. Kein schutz ist da! Auf tu⸗ gend wartet dort kein lohn; Und hier folgt ihr oft schmach und hohn! 4. Nein! eh ich zweifle, daß du seyst, Unwandelbarer ew'ger geist,
Mag mich die welt verspotten! Laut
horchen, fröhlich dich erheben, Und, will ich zeugen, daß du bist, Daß
gott, dir leben.
Mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛc. len un
es ein schnöder frevel ist, Dich füh— dich spotten! Mein geist und leib freut sich in dir: Du ewiger,
10 Wdem der leugnet, dab weich nicht von mir! Was sind die 4
gott ist! Sein armes menschenleben ist Ihm leer von edler freude. Sein wilder, lasterhafter
leiden dieser zeit Dem, der sich sei⸗ nes gottes freut? Dort im gericht,
Wenn erd und himmel untergehn,
blick Sehnt sich umsonst nach wah⸗IWird dich der gottesleugner sehn!
II. Von den Eig
1. Ewigkeit und Unve Mel. Liebster jesu, wir sind hier.
1 1. G¹e du bist von ewigkeit! zeit: Gieb, daß ich das nie vergesse,
Deine majestät und
enschaften Gottes.
raͤnderlichkeit Gottes. größe Mehrt und mindert keine
Nie
EEE
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