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A. Hirchengebete. 201
wirken kann.— Zuletzt aber, wann dieses Leben vorüber ist und unser letztes Stündlein kommt, dann steh uns bei mit deiner Kraft und hilf uns aus zu deinem himmlischen Reiche.
Solches alles verleihe uns, o himmlischer Vater, durch deinen lieben Sohn Jesum Christum, unsern Herrn, in dessen Namen wir ferner also beten:
Vater unser, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
2. Advent.
Herr Jesu Christe, du Sohn des allmächtigen Gottes, wir dan⸗ ken dir von ganzem Herzen, daß du vom Himmel herab ins Fleisch gekommen bist und menschliche Natur angenommen hast. Du hast deine Gottheit mit unserer Menschheit vereinigt, darum vereinige dich auch mit unserm Herzen. Zwar ist dasselbe fleischlich und irdisch, aber du kannst es durch deine Kraft himmlisch und göttlich machen. Ziehe denn in unsere Herzen ein und mache dir darin eine beständige Wohnung. Komm und hilf uns, daß wir durch wahren Glauben und ein gottseliges Leben dir beständig dienen mögen und allezeit in guter Bereitschaft erfunden werden, damit wir bei deiner letzten Wieder⸗ kunft das Ende des Glaubens, der Seelen Seligkeit davon bringen und dir samt deinem und unserm himmlischen Vater und dem heili⸗ gen Geiste Lob, Ehr, Preis und Dank sagen. Amen.
3. Weihnacht.
Herr Jesu Christe, du Heiland aller Menschenkinder, wie sollen wir deine unbegreifliche Liebe zur Genüge rühmen und preisen, daß du uns arme Menschen so hoch gewürdigt und als ein Mensch gleich wie wir, dazu arm und elend, hast wollen geboren werden, damit du uns von Sünde und allem Elende erlösen und bei deinem himmli⸗ schen Vater wiederum zu Gnaden bringen möchtest. Für solche Liebe und Demut sei dir, o gnädiger Heiland, ewiglich von uns Lob und Dank gesagt. Laß uns denn diese frohe Botschaft mit Worten und Werken immer weiter ausbreiten, daß die Schlafenden erweckt, die Unwissenden erleuchtet, die Verkehrten bekehret und die Leidtragen⸗ den getröstet werden, daß die Elenden es hören und sich freuen.— Und weil du darum Mensch geworden bist, daß du durch dein Leben,


