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Evangelisches Gesangbuch : nach Zustimmung der Provinzialsynode vom Jahre 1884 zur Einführung in der Provinz Brandenburg mit Genehmigung des Evangelischen Oberkirchenrats herausgegeben vom Königlichen Konsistorium
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Beten, Loben und Danken. 9

9. Er drücke, wenn das Herze bricht, Uns unsre Augen zu Und zeig uns drauf sein Angesicht Dort in der ewgen Ruh. P. Gerhardt, 4 1676.

13.

Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend.

Ps. 100. Nun jauchzt dem Herren, alle Welt! Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt, Kommt mit Frohlocken, säumet nicht,

Kommt vor sein heilig Angesicht.

2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr,

Der uns erschaffen ihm zur Ehr, Und nicht wir selbst: durch Got⸗ tes Gnad

Ein jeder Mensch sein Leben hat.

3. Er hat uns ferner wohl bedacht Und uns zu seinem Volk gemacht, Zu Schafen, die er ist bereit Zu führen stets auf guter Weid.

4. Die ihr nun wollet bei ihm sein, Kommt, geht zu seinen Toren ein Mit Loben durch der Psalmen

Klang, Zu seinem Vorhof mit Gesang.

5. Dankt unserm Gott, lobsinget ihm, Rühmt seinen Nam mit lauter Stimm, Lobsingt und danket allesamt: Gott loben, das ist unser Amt.

6. Er ist voll Güt und Freund⸗ lichkeit,

Voll Lieb und Treu zu jeder Zeit: Sein Gnade währet dort und hier Und seine Wahrheit für und für.

7. Gott Vater in dem höchsten

Thron Und Jesus Christ, sein einger Sohn, Samt Gott, dem werten heilgen Geist

Sei nun und immerdar gepreist.

Nach Corn. Becker, 4 1604, von Dayv. Denicke.

14.

Ps. 103.

Nun lob, mein Seel, den Herren, Was in mir ist den Namen sein! Sein Wohltat tut er mehren, Vergiß es nicht, o Herze mein! Hat dir dein Sünd vergeben Und heilt dein Schwachheit groß, Errett dein armes Leben, Nimmt dich in seinen Schoß, Mit Trost dich überschüttet, Verjüngt dem Adler gleich;

Der Herr schafft Recht, behütet Die Leidenden im Reich.

2. Er hat uns wissen lassen

Sein herrlich Recht und sein Ge⸗ richt,

Dazu sein Güt ohn Maßen,

Es mangelt an Erbarmung nicht;

Sein Zorn läßt er wohl fahren,

Straft nicht nach unsrer Schuld,

Die Gnad tut er nicht sparen, Den Blöden ist er hold;

Sein Güt ist hoch erhaben Ob den, die fürchten ihn;

So fern der Ost vom Abend, Ist unsre Sünd dahin.

3. Wie Väter sich erbarmen Ob ihrer jungen Kindlein klein,