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Evangelisches Gesang-Buch / herausgegeben nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg u. von der Grafschaft Mark
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Adventslieder.

9. Auf, eilt mit schnellem Schritte, Den König selbst zu sehn; Er steht in eurer Mitte Stark, herrlich, sanft und schön. O tretet all heran, Den Heiland zu be⸗ grüßen, Der alles Leid versüßen Und uns erlösen kann.

10. Der König will bedenken, Die er so herzlich liebt, Mit köst⸗ lichen Geschenken, Er, der sich selbst uns giebt In seinem Gna⸗ denwort. O König, hoch erhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort.*

11. Nun, Herr, du giebst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach. Du liebest unvergleich⸗ lich, Du gehst den Sündern nach. Drum wollen alle wir Die Stim⸗ men hoch erschwingen, Das Ho⸗ sianna singen, Und ewig danken dir.

Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 26 Mit Ernst, o Menschen⸗ kinder, Das Herz in euch bestellt. Es kommt das Heil der Sünder, Der große Wunder⸗ held. Er, den aus Gnad allein Der Welt zum Licht und Leben Der Vater hat gegeben, Will bei uns kehren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast, Macht seine Steige richtig, Räumt

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werden Herz dankbar sein.

Mel. Nun komm, der Heiden.

27 Gett sei Dank in aller

5 Welt, Der sein Wort beständig hält, Und der Sünder Trost und Rat Zu uns herge⸗ sendet hat.

2. Was der alten Väter Schar Höchster Wunsch und Sehnen war, Was sie haben prophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit.

3. Zions Hülfe, Abrams Lohn, Jakobs Heil und Davids Sohn, Der erhabne Wunderheld Hat sich treulich eingestellt.

4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, du mein Teil! Richte du dir eine Bahn Auch in meinem Herzen an.

5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Dir gehört das Herz allein; Mach es, wie du gerne thust, Rein von aller Sündenlust.

6. Und wie du voll Sanftmut

fort, was ihm verhaßt. Die

Thäler füllet aus, Erniedriget die

Höhen, Und laßt ihm offen stehen Ein jedes Herz und Haus.

3. Ein Herz, das Demut übet, Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmut liebet, Mit Angst zu Grunde geht. Ein Herz, das richtig ist, Und folget

kamst, Meine Lasten auf dich nahmst: Also sei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit.

7. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Satans Macht und List Wider mich geschäftig ist.

8. Tritt der Schlange Kopf entzwei, Daß ich, aller Angste

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