Sonntagslieder. 13
Wir des Lichtes Aufgang sähen, Das uns alle dann verkläret, Wenn der Sabbath ewig währet.
3. Was ich strahlen seh am Throne, Ist es nicht der Sieger Krone? Was ich überm Grab dort höre, Sinds nicht Über⸗ winderchöre? Feiernd tragen sie die Palmen, Ihr Triumph er⸗ schallt in Psalmen. Herr, du wollest selbst mich weihen Diesem Sabbath deiner Treuen.
4. Möge dein Verdienst be⸗ decken Meiner Seele Schuld und Flecken, Daß ich dort kann mit den Deinen Herrlich und geschmückt erscheinen; Dort, wo du voll Huld und Gnaden Uns zu deinem Mahl geladen, Wo die Streiter nicht mehr ringen, Wo sie Siegeslieder singen.
Mel. Die Tugend wird durchs. 17 Beschwertes Herz, leg ab die Sorgen, Er⸗ hebe dich, gebeugtes Haupt! Es kommt der angenehme Morgen, Da Gott zu ruhen uns erlaubt. Die Ruhe hat er vorgeschrieben Und selbst den Ruhetag geweiht. Auf, auf, des Herrn Gebot zu üben, Zu seinem Dienst sei gern bereit. 2. Auf! laß die Welt aus deinem Sinne, Dein irdisch Werk muß ferne stehn. Du sollst zu höherem Gewinne In deines Gottes Tempel gehn, Ihm zu erfüllen deine Pflichten, Froh zu vermehren seinen Ruhm, In tief⸗ ster Demut zu verrichten Dein geistlich Werk und Priestertum. 3. So bin ich, Gott, vor dir erschienen, Und fleh um deines Geistes Kraft. Wie kann ich dir
wohl würdig dienen, Wenn er nicht in mir wirkt und schafft? Wie soll ich freudig vor dich treten, Wenn er nicht stillt der Sünden Schmerz? Wie kann ich gläubig zu dir beten, Wenn er nicht stärkt mein blödes Herz?
4. Kann meines Herzens Harfe klingen, Wenn sie dein Finger nicht berührt? Kann ich zu dir empor mich schwingen, Wenn nicht dein Arm mich aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden, Wenn nicht dein Feuer auf mich fällt, In mir verzehrt die Lust der Erden Und mich belebt für jene Welt?
5. Erkauft hat Jesus mich so teuer, Zu seinem Tempel mich geweiht. Hier sei dein Herd, hier sei dein Feuer, Die Fülle deiner Herrlichkeit! Vollführe, was du angefangen, Neig auch zu mir dein Angesicht; Dann ist der Seele aufgegangen Des Sabbaths rechtes Freudenlicht.
Mel. Ach, was soll ich Sünder. 18 247 es ist der Tag
erschienen, Der mich dein gedenken heißt Und mich zu dem Himmel weist. Sieh, ich komme, dir zu dienen, Richte du mich selber zu, Daß ich deinen Willen thu.
2. Halte fern an diesem Morgen Von mir das Geräusch der Welt, Die mir nur zu leicht gefällt. Brich die Macht der eitlen Sor⸗ gen, Daß ich heut, von allem frei, Dir allein ergeben sei.
3. Schmücke mich mit deinen Gaben, Stärke mich mit deiner


