deine ossen, schen und roßen viges Liebe
angen große und iligen Ewig⸗
egeben heili⸗ vollen aller⸗ ft mit Gott,
ächtige . Du alb im Wort stehen währet krönest eh und ind er⸗ lles so deines
Brotes nicht wert sind, wie wunderbar deine Allmacht, wenn du aus weni⸗ gem viel machest, wenn du reichlich Frucht schaffest aus dem Samen, der in der Erde verweset.
Deine unaussprechliche Güte, Barmherzigkeit und Allmacht ist es, o du treuer Gott, die auch wiederum in diesem Jahre unser Land heimgesucht hat. Die Menschen hatten ihren Samen auf Hoffnung gesäet, und du hast dieselbe erfüllt, hast die Saat auf dem Felde gesegnet und uns wieder die Zeiten erleben lassen, da man erntet und einsammelt deine Gaben. Ach Herr, es ist ja alles dein, wir können ja nichts aus der Erde hervorbrin⸗ gen. Dazu ist es, es sei viel oder wenig, doch unendlich mehr, als wir ver⸗ dienet haben. Darum Dank sei dir und deinem heiligen Namen für alles, was du uns dieses Jahr über auf dem Acker bescheret hast.
Wir bitten dich aber auch, o liebreicher Vater, nimm uns nicht wieder in deinem Zorn, was du uns in deiner Gnade gegeben. Erhalte uns viel⸗ mehr das tägliche Brot, was du jetzt reichlich austeilest. Bewahre uns al⸗ les, was uns deine Güte hat einsammeln lassen, vor aller Gefahr und allem Unfall und verleihe uns dabei Leben und Gesundheit, Ruhe und Friede, es zu genießen. Vor allem aber gieb uns ein dankbares Herz, das deine Ga⸗ ben nicht mißbrauche, sondern sie zu deiner Ehre anwende, damit sie nicht nur Kraft geben dem Leibe, sondern auch der Seele heilsam sind. Laß uns dieselben nicht verschwenden und andern gerne davon mitteilen. Suche noch ferner unser Land heim in Gnaden. Baue es und mache es sehr reich. Tränke seine Furchen, gieb Sonnenschein und Regen zu rechter Zeit und laß wohlgeraten, was man wieder säen wird, damit auch im künftigen Jahre das Land sein Gewächs gebe und unsere Auen dick stehen mit Korn, daß man jauchzet und singet und deinen Ruhm verkündiget immerdar.
Erbarme dich auch aller unsrer Brüder, o Herr, insonderheit zu dieser fröh⸗ lichen Erntezeit. Du bist ja, Gott, der täglich seine milde Hand aufthut und sättiget alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. Gedenke der Armen, die nicht haben, was sie einernten können, und lasse die, denen du reichlich be⸗ scheret hast, mit für sie einsammeln. Wo wenig ist, da segne den kleinen Vorrat, daß er genüge, und wo viel vorhanden ist, da verhüte, daß es nicht um Bösen gemißbraucht werde. Erhalte, o Herr, uns Ruhe und Frieden im Lande, damit nicht Fremde in unsre Ernte kommen und sie verzehren. Behüte überall vor Mißwachs, teuern Zeiten und Hungersnot. Vor allem aber schenke jedem Zufriedenheit mit dem, was du ihm beschieden, damit Reiche und Arme deine Kraft erkennen und dich preisen mögen immerdar.
Endlich aber, o Herr, lehre uns bedenken, daß wir selbst dein geistliches Ackerfeld sind, und du der Herr der Ernte, welche in deiner Kirche bevor⸗ steht. Darum bitten wir dich: sende Arbeiter in diese Ernte. Hilf, daß Deiner Christ Same ausgestreuet und die reine Lehre gepredigt werde in deiner CEhristenheit. Behüte die Welt vor dem Unkraut, was der Feind ge⸗ schäftig ist auszustreuen. Bekehre die, welche noch auf das Fleisch säen, daß sie nicht von ihm das Verderben ernten. Heilige uns dagegen alle, daß wir christlich gesinnt seien und auf den Geist säen und dereinst von ihm ern⸗ ten das ewige Leben. Ja wenn einmal die ganze Welt reif sein wird zur letzten Ernte, so hilf auch, daß wir als reiner Weizen in deine Scheuern Uufobren und bewahret werden zur ewigen Freude. Da werden wir ohne lufhören ernten, wie du gesagt hast, und uns freuen mit unaussprechlicher, ewiger Freude. Erhöre uns, o Herr, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen.
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