Druckschrift 
Evangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen : [nebst] Ordnung des Gottesdienstes
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ete für die häusliche Andacht. 10. Pfingsten.

Wir loben und preisen dich, lieber himmlischer Vater, daß du deine Verheißung erfüllt, deinen heiligen Geist über alles Fleisch ausgegossen, deinen Himmel aufgethan und uns mit geistlichem Segen in himmlischen Gütern gesegnet hast. Nun hast du alles gethan, du Gott aller Gnade und Vater der Barmherzigkeit, was du dir vorgenommen, und deine großen Werke auf Erden vollendet, die deines Namens Ehre sind und unser ewiges Heil. Du hast den Namen deines lieben Sohnes verklärt und deine Liebe in unsere Herzen ausgegossen. Ja du willst selbst in uns wohnen, willst unser Gott sein, und wir sollen dein Volk sein. Hochgelobt sei dein heili⸗ ger Name! Erhöre nun heute die Gebete deines Volkes. Tröste uns wie⸗ der mit deiner Hilfe und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns. Halte im Bau den Weinstock, den deine Rechte gepflanzt hat, und tränke ihn mit dem himmlischen Tau deines Segens. Laß deine Gemeinde bleiben bei dei⸗ nem reinen Wort und öffne wieder ihren Mund, daß sie deine großen Tha⸗ ten preise. Thu die Thore deines Reiches weit auf und laß die Fülle der Heiden zu ihnen eingehen. Regiere mit deinem Geist alle christliche Obrig⸗ keit, richte nach deinem Willen die Werke ihrer Hände und leite sie auf rechtem Wege, daß sie thun möge, was dir wohlgefallig und deinem Volke heilsam ist. Gieß über unsere Häuser den Geist der Gnade und des Gebetes aus und laß die Leuchte deines heiligen Wortes darin nicht verlöschen. Laß deinen Geist, den Geist des Trostes und der Kraft, die Elenden er⸗ quicken, die Traurigen trösten, die Schwachen stärken und die aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen vertreten, die in großer Anfechtung nicht mehr beten können. Vollende an uns allen das gute Werk, das du angefangen hast, und mache uns würdig, dein ewiges Reich zu erlangen, da die große Schar aus allen Völkern und Sprachen dir mit neuen Zungen Lob und Dank sagt ewiglich. Dir samt deinem lieben Sohne und dem heiligen eit. Amn Ehre in der Gemeinde zu aller Zeit und von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit. Amen.

11. Trinitatisfest.

Allmächtiger, ewiger Gott, der du deiner Kirche aus Gnaden gegeben hast, im Bekenntnis des wahren Glaubens dich, den Vater, Sohn und heili⸗ en Geist, zu erkennen und als den einigen Gott in deiner geheimnisvollen Najestät anzubeten: wir bitten dich, verleih uns, daß wir auf diesen aller⸗ heiligsten Glauben erbauet werden zu einer lebendigen Gemeinschaft mit dir und zu unserer Seelen ewigen Seligkeit. Dir, dem dreieinigen Gott,

sei Anbetung, Preis und Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

12. Erntefest.

Herr Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist, du bist der allmächtige Gott Himmels und der Erden, und in dir leben, weben und sind wir. Du hast aber gewollt, daß der Mensch lebe vom Brote, und hast deshalb im Aufange der Welt die Erde fruchtbar gemacht durch dein allmächtiges Wort und nach den Tagen der Sündflut verheißen, daß, so lange die Welt stehen werde, nicht mehr aufhören soll Saat und Ernte. Daher, o Herr, währet diese einmal von dir festgesetzte Ordnung noch immer fort. Noch immer krönest du das Jahr mit deinem Gut. Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutze der Menschen. Also bringest du Brot aus der Erde und er⸗ füllest unsere Herzen mit Speise und Freude. O Herr, wie hast du alles so weislich geordnet. Wie groß ist auch deine Güte gegen uns, die wir deines

Brotes gem viel der Erd

Dei treuer hat. D dieselbe

gen. De dienet h was du

Wii in deine mehr de les, wa Unfalln zu genie ben nick nur Kre dieselber ferner 1 Tränke laß wol das Lat man ja

Er!l lichen 6 sättiget nicht he scheret Vorrat, um Bi im Lan Behüte

steht. überall deiner

schäftig daß sie wir chr ten das letzten

Auför Aufhör ewiger willen.