rnieder.
tau⸗send⸗ tief⸗ sten *
—
m von
Lob und Dank.
dem, was Gott an mir
2.
O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen
wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang!
3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte?
Auf, auf, braucht allen euren Fleiß
und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich.
4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn,
die allenthalben um mich stehn.
6. Dir sei, o allerliebster Vater, unendlich Lob für Leib und Geist,
für alles, mildester Berater,
was deine Güte mir erweist, was du in deiner ganzen Welt zu meinem Nutzen hast bestellt.
II
7.
Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz sich mir so hilfreich hat erwiesen und mich durch Blut und Todes⸗
schmerz von aller Teufel Grausamkeit zu deinem Eigentum befreit.
ge⸗than.
8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, o heilig werter Gottesgeist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht.
9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr, Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld.
10. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr.
11. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend einher gehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein.
12.
Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt, ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt. Ja wenn der Mund wird kraftlos
sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein.
13.
Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin; im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin: da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Hallelujah vor.
Johann Mentzer 1658—1734.
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