16 Adventslieder.
31.
Mel. Alle Menschen müssen sterben. Mel. 2.
Pbiter Jesu, sei willkommen hier
in dieser bösen Welt, da du kaum wirst aufgenommen, da man dich verächtlich hält. Ich, ich will dich nicht verscherzen, wohne nur in meinem Herzen! Du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein.
2. Zwar du kommest gar nicht prächtig, aber ich bin schon ver-⸗ gnügt; du bist dennoch reich und mächtig, hast mir alles zugefügt, was mich Sünder, was mich Schwachen kann gerecht und selig machen. Du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein.
3. Dein so armes Kummer⸗ leben soll mein steter Reichtum sein; bin ich dir nur ganz er⸗ geben und vertrau ich dir allein, so wirst du mir schon gewähren, was mein Herz nur kann begehren. Du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein.
4. Will dich alle Welt gleich meiden, dennoch find ich mich zu dir; dich und mich soll nie was scheiden, sondern ich will für und für in dir leben, an dich gläuben, tot und lebend dein verbleiben. Du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein.
5. Deine Schmach und deine Schande, so dir diese Welt anthut, dienet mir zum höchsten Pfande und versichert meinen Mut, daß du mir in jenem Leben wirst die höchste Ehre geben. Du bist mein,
und ich bin dein, ich will keines andern sein.
6. Nun, mein Herze steht dir offen, zeuch, mein Heiland, bei mir ein, laß mich nicht vergeblich hoffen, laß mich stets dein eigen sein! Tilge du all mein Ver⸗ brechen, so kann ich stets fröhlich sprechen: Du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein.
Friedr. Fabricius g. 1642 4 1703.
32.
Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Mel. 1.
5n Davids Sohn kommt Din Zion eingezogen; ach be— reitet ihm den Thron, setzt ihm tausend Ehrenbogen, streuet Pal⸗ men, machet Bahn, daß er Einzug halten kann.
2. Hosianna, sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen; unser Herz ist schon gerüst, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Thoren ein, du sollst uns willkommen sein.
3. Hosianna, Friedensfürst, Eh⸗ renkönig, Held im Streite! Alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht.
4. Hosianna, lieber Gast! Wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast; ach so laß uns unverdrossen deinem Zepter dienst⸗ bar sein, herrsche du in uns allein!
5. Hosianna! Steh uns bei! O Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann.


