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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche
Entstehung
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8. Was du Böses hast be⸗ gangen, das ist alles abgeschafft: Gottes Liebe nimmt gefangen

deiner Sünde Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird zu lauter Glück und Segen.

9. Alles dient zu deinem From⸗ men, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus ange nommen und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben.

Paul Gerhardt g. 1607 4 1676.

28.

Mel. Valet will ich dir geben. Wie soll ich dich empfangen und

wie begegn ich dir, o aller Welt Verlangen, o meiner Seele Zier? O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergetze, mir kund und wissend sei.

2. Dein Zion streut dir Pal⸗ men und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.

3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kom⸗ men und hast mich froh gemacht.

4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los;

Adventslieder.

ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum thut.

5. Nichts, nichts hat dich ge⸗ trieben zu mir vom Himmelszelt als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest um⸗ fangen hast.

Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Hülfe vor der Thür, der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier.

7. Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht; er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt.

8. Auch dürft ihr nicht er⸗ schrecken vor eurer Sündenschuld, nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil.

9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zer⸗ streuen in Einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind.