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Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden des Herzogthums Oldenburg : [nebst] Die evangel. u. epistol. Texte
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16 Lob⸗, Dank⸗

Gott der Gnaden, Dank dafür.

2. Herr, entzünde mein Gemüthe, Daß ich deine Wundermacht Und den Reich⸗ thum deiner. Güte Froh er⸗ hebe Tag und Nacht, Weil dein väterliches Sorgen Sich erneut mit jedem Morgen. Tausend, tausend mal sei dir, Gott der Gnaden, Dank dafür.

3. Denk' ich, wie ich dich verlassen Und gehäufetS chul d mit Schuld, So vermag ich kaum zu fassen Deine Lang⸗ muth und Geduld; Unermü⸗ det hat mich Armen Stets getragen dein Erbarmen. Tausend, tausend mal sei dir, Gott der Gnaden, Dank dafür.

4. Du, Herr, bist mir nach gegangen, Als verführt von Fleisch und Blut Ich mein einiges Richtete auf irdisch Gut; Durch dich lernt' ich darauf achten, Wo⸗ nach Christen sollen trachten. Tausend, tausend mal sei dir, Gott der Gnaden, Dank dafür.

5. Du, Herr, hast mich lassen finden Rettung aus der Seelennoth; Denn Verge⸗ bung meiner Sünden Schafft mir Christi Kreuzestod. Kraft zur B Wesrung, Heil und Leben Hast du mir durch ihn ge geben. Tausend, tausend mal sei dir, Gott der Gnaden, Dank dafür.

und Bittlieder.

6. Ja, Herr, lauter Gnad' und Wahrheit Ist vor dei nem Angesicht; Täglich tritt in neuer Klarheit Deine Va⸗ tertreu' ans Licht, Und in allen deinen Werken Kann man ihre Spuren merken. Tausend,‚, tausend mal sei dir, Gott der Gnaden, Dank dafür.

7. Bald mit Lieben, bald mit Leiden, Kommst du, Herr, mein Gott, zu mir, Daß in Schmerzen und in Freuden Sich mein Herz ergebe dir Und daß gänzlich mein Ver langen Möcht' an deinem Willen hangen. Tausend, tausend mal sei dir, Gott der Gnaden, Dank dafür.

8. Wie ein Vater nimmt und gibet, Je nachdem es Kindern frommt, So hast du auch mich geliebet; Segen ist, was von dir kommt. Selbst die Noth, die du gesendet, Hast du stets zum Heil ge wendet. Tausend, tausend mal sei dir, Gott der Gna den, Dank dafür.

9. Tausend mal will ich dich loben, Will dir singen Preis und Dank Für die Gnade, die von oben Hat geleitet meinen Gang. Du, Herr, wollst mich ferner leiten Und zum Himmel mich be reiten. Ewig, ewig bring' ich dir Preis und Lob und Dank dafür.

Ludw. Andr.

35.

Gotter 1661-17