7. Sing, bet' und geh' auf Gottes Wegen, verricht“' das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 1621—1681.
Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan.
442. Huf Gott und nicht auf meinen Rat will ich mein Glücke bauen und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmächtig hält, wird mich in meinen Tagen als Gott und Vater tragen.
2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre?
3. Gott kennet, was mein Herz begehrt; er merkt auf meine Bitte und hätte gnädig sie ge⸗ währt, wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich recht väterlich; nicht was ich mir ersehe, sein Wille nur geschehe.
4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrigste Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Not hebt einst der Tod, und Ehre, Glück und Habe ver⸗ läßt uns doch im Grabe.
5. An dem, was Seelen glücklich macht, läßt Gott es keinem fehlen. Gesundheit, Reichtum, Ehr' und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal stets versüßen.


