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3. Wohl auf tausend fremden Wegen wird zu deinem Licht gestrebt, das als heil'ger Vater⸗ segen uns die weite Welt belebt; aber bunt und vielgestaltig wird des Lichtes Widerschein; denn du wolltest mannigfaltig menschlich angebetet sein. 4. Und wie wir am besten meinen, daß man dir sich gibt und weiht, lasse nur in uns erscheinen edle, reine Menschlichkeit; immer höher, immer freier wirkend gebe sie sich kund; und so nah'n wir deiner Feier und erneuern unsern Bund.
Hessemer.
Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen Güte.
3. Du Geist der Welten, wir erkennen klar deines ew'gen Waltens Spur rings um uns her in Höh'n und Tiefen, in der geschmückten Blüten⸗ flur; im hehren Kreislauf der Gestirne, wie in des Vogels Liederlust, und in des Meeres Wogen⸗ rauschen, doch tiefer in der eignen Brust.
2. Und überall im Menschenleben, auch in vergangner ferner Zeit, wo sich der Brüder Wohl und Glücke in edler Lieb' der Mensch geweiht; wo in dem Kampf mit Geistesdunkel der Wahrheit Licht sich brach die Bahn,— erkennen wir dein mächtig Walten, und beten still und froh dich an.
3. Doch dürfen nicht in hohe Hallen zum Altar wir erst beten gehn, weil selbst im kleinsten Raum der Erde wir deinen heil'gen Tempel sehn; weil nicht in Worten nur,— in Werken der wahre Gottesdienst besteht, weil schon des Herzens reinste Freude, die Tat der Liebe ein Gebet.
Marie Quit.


