1. Erhebung und Erbauung im Hllgemeinen.
Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen Güte.
ö 1. Wir glauben— ja an einen Morgen, an einen Sonntag hell und licht, der, blöden ö Augen noch verborgen, die Wolken endlich doch durchbricht! Wir beten— doch unausgesprochen; ein Hauch, der unsre Brust durchweht, ein stummer ö Schwur, ein Herzenspochen und eine Tat: das ist Gebet.
2. Drum sollt ihr uns nicht gottlos schmähen, nennt uns nicht Ketzer, treibt nicht Spott! Ob wir auf anderm Pfad auch gehen: der freie Geist ist auch ein Gott. Von allem Finsterm, allem Bösen, von Sklavenketten groß und klein wird er noch einmal uns erlösen, noch einmal unser Heiland sein!
Mel. Welche Tiefen.
2. Geist der Liebe, Geist der Welten, laß uns
unsern Bund erneu'n; deinem Preise soll er gelten, deiner Lieb' ein Opfer streu'n; nicht geknechtet dir zu Füßen, nein, wir wollen klar und frei dich in unserm Bund begrüßen, daß er deiner würdig sei.
2. Hast du doch uns freigegeben, unsrer Wahl es anvertraut, wie der Blick aus diesem Leben fromm zu dir hinüber schaut; hast du doch es zugelassen, daß in mannigfacher Art wir ver⸗ suchen aufzufassen, was sich ewig offenbart.


