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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
Entstehung
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10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht.

11. Du zählst, wie oft ein Christe wein, und was sein Kummer sey; kein Zähr⸗ und Thrãänlein ist so klein, du hebst und legst es bei.

12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wann uns die Erd entgeht.

13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe gu⸗ ten Muth! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.

14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, schafft Rath und läßt dich nicht.

15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht!

16. Hat er dich nicht von Ingend auf versorget und er⸗ nährt? Wie manchen schwe⸗

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Lob⸗ und Danklieder.

ren Unglückslauf hat er zurück⸗ gekehrt!

17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regi⸗ ment. Nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End.

18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nichts darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröh⸗ lich seyn.

Paul Gerhardt, geb. 1606, 1676.

Mel. Lasset uns den Herren preisen ꝛc.

7. Sollt ich meinem Gott nicht singen? Sollt ich ihm nicht fröhlich seyn? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut ers mit mir mein. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben.

Alles Ding währt seine Zeit,

Gottes Lieb in Ewigkeit.

2. Wie ein Adler sein Ge⸗ fieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, alsobald im Mutter⸗ leibe, da er mir mein Wesen

gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde