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Angst,
Lob⸗ und Danklieder. 5
Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin.
6. Er lasse seinen Frieden ruhn in Israelis Land; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in allem Stand.
7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn.
8. So lange dieses Leben währt, sey er stets unser Heil, und bleib auch, wann wir von der Erd abscheiden, unser Theil.
9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Au⸗ gen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ew⸗ gen Ruh.
Paul Gerhardt, geb. 1606, 4+ 1676.
Mel. 4— danket all und bringet ꝛc. 6. Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Her⸗ zens Lust! Ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt.
2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seyst, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt.
3. Was sind wir doch,
was haben wir auf dieser gan⸗ zen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd?
4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen netzt?
5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Oel und Most zu seinen Zeiten findt?
6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, ed⸗ len, werthen Fried in unserm Vaterland?
7. Ach, Herr mein Gott, das kommt von dir, und du mußt alles thun; du hältst die Wach an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn.
8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr ge⸗ rathen, herzlich bei.
9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzu sehr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer.


