72 Communionandachten.
jener Welt thun kann. Ich muß hier lieben, was man dort liebt, hier verdammen, was man dort verdammt, hier begehren, was man dort begehrt, nicht trachten nach dem, das auf Erden ist, son⸗ dern nach dem, das droben ist.
Zu dem Ende muß ich mir die Ausbildung meines Geistes uͤber alles angelegen seyn lassen. Ich muß mich mehr anstrengen, meine Begierden zu maͤßigen, und sie nur allein auf das zu rich⸗ ten, was wahr und gut ist. Ich muß mich mehr mit der Religion beschaͤftigen, sie nicht nur lesen und hoͤren, sondern auch oft und reiflich uͤber sie nachdenken, mit ihren Lehren und Verheißungen mich bekannt machen, sie mit allen meinen Ge⸗ danken, Wuͤnschen, Bestrebungen und Handlun⸗ gen verbinden, ihre Gebote und das Beispiel Jesu mir unaufhoͤrlich zur Regel meines Denkens und Verhaltens vorstellen, es mir zum Gesetz machen, allenthalben auf Jesu Vorschriften und Muster zu sehn, und so zu denken und zu handeln, wie mich diese denken und handeln lehren, seine Gebo⸗ te immer vor Augen haben und sein Bild gleich⸗ sam in meinem Herzen tragen, um so nach und nach seine Art zu denken an mich zu nehmen, und ihm aͤhnlich zu werden. Ich muß keinen Gottes⸗ dienst versaͤumen, den ich abwarten, und von dem
ich
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