Communionandachten. 7¹
de in jenem Leben nicht erheben kannst; denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefallt, wer hoͤse ist, bleibet nicht vor dir. Ich begreife es, daß die Suͤnde ungluͤcklich macht, daß sie mit meinem eignen Besten und mit dem allgemeinen Besten deines Reichs schlechterdings streitet. Ich erkenne es daher gar wohl, daß ich anders und besser, und immer besser werden muß, wenn ich gluͤckselig seyn und werden will. Ich muß schlech⸗ terdings meine Fehler verbessern, die boͤsen Ge⸗ wohnheiten, die ich an mir trage, bestreiten und endlich ganz ablegen. Ich muß mich zur christli⸗ chen Weisheit und Tugend und Hoffnung hinan⸗ arbeiten, und in derselben immer geuͤbter und fer⸗ tiger und staͤrker werden. Ich muß insonderheit in der Liebe zu dir, in der Liebe zu Jesu, in der Liebe zu den Menschen eifriger und vollkommner zu werden suchen. Ich muß nach meinen Kraͤften und Umständen so heilig und unschuldig, so gehor⸗ sam, so keusch, so gerecht, so geschaͤftig im Guten, so demuͤthig, so sanftmuͤthig, so geduldig, so ver⸗ soͤhnlich, so himmlisch gesinnt werden, als Jesus Christus war, heilig und vollkommen, wie du, himmlischer Vater, es bist. Ich muß hier schon so denken, urtheilen und handeln lernen, wie man dort denket und urtheilt und handelt, damit ich es in
jener


