16 Die Haus⸗Wafel.
Den Hausherren und Huusfrauen. I Herren thut auch dasselbige gegen sie, und lasset das Drohen, und wisset, daß auch euer Herr im Himmel ist, und ist bey ihm kein Ansehen der Person.
Den Alten. u aber rede, wie es sich geziemet, nach der heilsamen Lehre zu den Alten, daß sie nuͤchtern seyen, ehrbar, zuͤchtig, gesund im Glau⸗ ben, in der Liebe und in der Geduld. R 3 Den alten Weibern desselbigen gleichen, daß sie sich stellen, wie den Heiligen geziemet, nicht Laͤsterinnen seyen, nicht Weinsaͤuferinnen, gute Lehrerinnen. Daß sie die jungen Weiber lehren zuͤchtig seyn, ihre Maͤnner lieben, sittig seyn, keusch, haͤuslich, guͤtig, ihren Maͤn⸗ nern unterthan, auf daß nicht das Wort Gottes verlaͤstert werde, Tit. 2. V. I. 5. Der gemeinen Jugend. AIhr Jungen seyd den Alten unterthan, und beweiset darinnen die Ṽ Demuth, denn Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demü⸗ thigen giebr er Gnade. So demuͤthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöͤhe zu seiner Zeit, 1 Petr. 5. V. 5. 6. Den Jungfrauen. ine fromme christliche Jungfrau soll nicht sorgen, wie sie den deu⸗ ten, sfondern wie sie Gott gefalle,(wie Maria, die Mutter Gottes, welche allen Jungfrauen eine rechte Krone gewesen ist, gethan hath, auf daß sie heilig sey, beydes am Leie und auch am Geist, 1 Cor. 7. V. 54. Und so sie Eltern oder Oberherren hat, soll sie sich ohne derselben Rath und Willen nicht veraͤndern oder verheyrathen. 2 V. Mos. 22. V. 17. Den Wittwen. Welche eine rechte Wittwe und einsam ist, die stellet ihre Hoffnung auf Gott, und bleibet im Gebet Tag und Nacht. Welche aber in Wolluͤsten lebet, die ist lebendig todt. 1 Tim. 6. V. 5. 6.
Der Gemeine.
Liche deinen Naͤchsten als dich selbst; in diesem Wort sind alle Ge⸗ bote begriffen, Röm. 15, 9. Und haltet an mit Beten fuͤr alle
Menschen, 1 Tim. 2, 1. Ein jeder lern seine Lection, So wird es wohl im Hause stohn *
EN D E.
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