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Besondere Fragstuͤcke.
Was hat ihn dann bewegt, für deine Sünden zu sterben und dafür genug zu thun? Die große Liebe zu seinem Vater, zu mir und andern Suͤndern, wie geschrieben stehet, Joh. 14. Roöm. 3. Gal. u. Ephes. 3. Cap. Warum willst du zum Sacrament gehen? Auf daß ich lerne glauben, daß Christus um meiner Suͤnden wil⸗ len aus großer Liebe gestorben sey, wie gesagt. Und darnach auch von ihm lerne Gott und meinen Naͤchsten lieben.
Was soll einen Christen reizen und vermahnen, das Sacra⸗ ment des Altars oft zu empfahen?
Von Gottes wegen sollen ihn beyde, des Herrn Christi Gebot und Verheißung, darnach auch seine eigene Noth, so ihm auf dem Halse liegt, antreiben, um welcher willen solches Gebieten, Locken und Ver⸗ heißung geschieht.
Was soll aber ein Mensch thun, wenn er solche Noth nicht fühlen kann, oder keinen Hunger noch Durst zum Sacrament empfindet?
Dem kann nicht besser gerathen werden, als daß er erstlich in seinen Busen greife, und fuͤhle, ob er auch Fleisch und Blut habe, und glaube doch der Schrift, was sie davon sagt, Gal. 5. Röm. 7.
Zum andern, daß er um sich sehe, ob er auch noch in der Welt sey, und denke, daß es an Suͤnden und Noth nicht fehlen werde, wie die Schrift sagt, Joh. 15. u. 16. 1 Joh. 2. u. 5.
Zum dritten, so wird er auch den Teufel um sich haben, der ihm mit Luͤgen und Morden Tag und Nacht keinen Frieden innerlich und äͤusserlich lassen wird, wie ihn die Schrift nennet, Joh. 8. und 16. 1 Petr. 3. Eph. 6. 2 Tim. 2.
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Morgensegen. Dat walt Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, Amen.
Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen Dlieben Sohn, unsern Herrn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behuͤtet hast: Und bitte dich, du wollest mich die⸗ sen Tag auch behuͤten vor Suͤnden und allem Uebel, auf daß dir all mein Thun und Lassen moͤge wohl gefallen: Denn ich befehle mich, mein Leib und Seel, und alles in deine Hande; dein heiliger Engel sey mit mir, daß der boͤse Feind keine Macht an mir finde, Amen.
Abendsegen. Das walt Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, hochgelobet in Ewigkeit, Amen.
IIch danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn, daß du mich diesen Tag gnaͤdiglich be⸗ huͤtet hast: Und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Suͤnde, wo ich unrecht gethan habe, und mich diese Nacht auch gnaͤdiglich be⸗ huͤten. Dann ich befehle mich, mein Leib und Seel, und alles in deine Haͤnde; dein heiliger Engel sey mit mir, daß der boͤse Feind keine Macht an mir finde, Amen. Gebet vor dem Essen. ö
Abar Augen warten auf dich, Herr, und du giebst ihnen ihre Speise
zu seiner Zeit. Du thust deine milde Hand auf, und saͤttigest alles,
was da lebet, mit Wohlgefallen. Vater unser ꝛe.
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