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2. Von den Eigenschaften Gottes. 13
den sterbend ich für sie Zur sichern] deinem heil, Gott, deinen wahren freun⸗ zuflucht wähle. Denn deine gnad und den theil: Auch mir gewiß mit ihnen! wahrheit ist So ewig als du selber bist: 9. Einst fallen erd und himmel hin Heil mir, daß ich dir traue! An deinem weltgerichte: Dann dank 7. Mein leib ist sterblich, nicht mein ichs dir, daß ich noch bin, Und wohn geist, Den will ich dir vertrauen: Dein in deinem lichte. Dann werd ich ewig, wort, das wahrheit ist, verbeißt, Er ewig seyn, Mich ewig deiner gnade soll dein antlitz schauen. Mein fleisch freun, Und meiner seligkeiten. ruht auch nur kurze zeit: Am erntetag 10. Der seligen unsterblichkeit, Die der ewigkeit Wirst du es auferwecken. du mir dort willst schenken, Laß mich in 8. Wenn alles um mich her vergeht, dieser kurzen zeit, O gott, mit ernst be⸗ Soll ich doch nicht vergehen; Vor dei⸗ denken! Sie sey mein trost, mein höch⸗ nem thron, der ewig steht, Soll ich stes gut, Sie stärke mich mit kraft und auch ewig stehen. Du giebst an allem muth; Gerecht vor dir zu leben!
b. Allwissenheit Gottes.
Mel. Christ, unser herr, zum jordan ꝛe.
14 Aeim De vollkommner
— geist! Deß auge alles sie⸗ het, Was nacht und abgrund in sich schleußt, Unb dem sich nüchts entziehet: Es kann vor deinem hellen licht Sich kein geschöpf verstecken. Was in der finsterniß geschicht, Das weißt du auf⸗ zudecken, Und vor gericht zu bringen.
2. Selbst die gedanken kennest du, Eh' sie in mir entstehen, Und was ich wünsche, rede, thu, Das kann dein auge sehen, Vor dir ist alles offenbar! Duprü⸗ fest herz und nieren, Und alle gründe siehst du klar, Die unser thun regieren; Nichts bleibt vor dir verborgen.
3. Was deiner freunde herz begehrt, Das weißt du, eh' sie beten, Ihr seuf⸗ zen wird von dir erhört, Eh sie noch vor dich treten. Was deiner feinde rath beschließt, Das ist dir unverborgen; Dir, der du ihren anschlag siehst, Als wie den lichten morgen, Den keine schatten decken.
4. Was nach verfließung vieler zeit, Noch künftig wird geschehen, Das sieht dein auge allbereit Als gegenwär⸗ tig stehen. Dir stellt sich alles deutlich dar, Das, was erst noch soll werden, Und was nun ist, und was einst war Im himmel und auf erden. Wer sollte dich nicht fürchten.
5. Bleibt gleich vor menschen man⸗ ches noch In dieser welt verschwiegen: So wird dein Auge künftig doch Die finsterniß besiegen. Dein unpartheiisches
gericht Wird alles einst entdecken, Was im verborgnen jetzt geschicht, Und schande, furcht und schrecken Wird dann die heuchler treffen.
6. Laß mich, o höchste majestät! Dein helles auge scheuen. Das nie ein heuchler hintergeht Mit falschen schmei⸗ cheleien. Durchdringe kräftig seel und geist Mit deinen heitern blicken. Laß, was geheime schande heißt, Sammt allen bösen tücken, Mich stets sorgfäl⸗ tig meiden.
Mel. O gott, du frommer gott. 1 X err, du erforschest mich,
D. Dir bin ich unverborgenz Du kennst mein ganzes thun Und alle meine sorgen; Was meine seele denkt, War dir bereits bekannt, Eh der ge⸗ danke noch In meiner seel' entstand.
2. Nie spricht mein mund ein wort, Das du, o herr, nicht wissest. Du schaffest, was ich thu; Du ordnest, du beschließest, Was mir begegnen soll. Erstaunt seh ich auf dich; Wie groß ist dein verstand! Wie wunderbar für mich!
3. Wohin, wohin soll ich Vor dei⸗ nem geiste fliehen? Wo könnt' ich je⸗ mals wohl Mich deinem aug entziehen? Führ ich gen Himmel auf; So bist du, höchster, da; Führ ich zur tief hinab, Auch hier bist du mir nah.
4. Nähm' ich auch, schnell zu fliehn, Die fittige vom morgen; Selbst an⸗ dem fernsten meer Blieb ich dir nicht verborgen: Auch da umschlösse mich


