Druckschrift 
Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
Entstehung
Einzelbild herunterladen

er Liehe, Linigkeit riedens. ihr auch voffnung Glaube, (unser) le, und Allen.

deinen ganzer h. Dies Gebot. ch: Du

sollst deinen Naͤchsten lieben, als dich selbst. In diesen zwei Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisaͤer bei einander waren, fragte sie Jesus, und sprach: Wie duͤnkt euch um Christo? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn benn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fuͤße? So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und Niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch Niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen.

Epistel, 1. Cor. 1, v. 4⸗9. ch danke meinem Gott allezeit I eurenthalben fuͤr die Gnade Got⸗ tes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn in allen Stuͤcken reich gemacht an aller Lehre und in aller Erkenntniß, wie denn die Predigt von Christo in euch kraͤftig worden ist, also, daß ihr keinen Man⸗ gel habt an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung un⸗ sers Herrn Jesu Christi. Welcher auch euch wird fest behalten bis ans Ende, daß ihr unstraͤflich seid auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn.

Evang. am 19. Sonnt. n. Trinit., Matth. 9, v. 1⸗8.

De trat er in das Schiff und fuhr

wieder heruͤber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbruchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gicht⸗ Lrüͤchigen: Sei getrost, mein Sohn, deine Suͤnden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehr⸗ ten sprachen bei sich selbst: Dieser laͤttert Gott. Da aber Jesus ihre Ge⸗ danken sah, sprach er: Warum den⸗ ket ihr so Arges in euren Herzen?

Am 19. und 20. Sonntage nach Trinitatis.

8⁵5

Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Suͤnden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf, und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Er⸗ den die Suͤnden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbruͤchigen: Stehe auf, hebe dein Bett auf, und gehe heim. Und er stand auf und gieng heim. Da das Volk das sah, ver⸗ wunderte es sich, und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gege⸗ ben hat. Epistel, Ephes. 4, v. 2228.

o leget nun von euch ab, nach

dem vorigen Wandel, den alten Menschen, der durch Luͤste in Irrthum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geiste eures Gemuͤths, und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein Jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir untereinander Glieder sind. Zuͤrnet und suͤndiget nicht, lasset die Sonne nicht uͤder eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Laͤsterer. Wer ge⸗ stohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite, und schaffe mit den Haͤnden etwas Gutes, auf daß er habe zu geben dem Dürftigen.

Evang. am 20. Sonnt. n. Trinit., Matth. 22, v. 1 14.

nd Jesus antwortete, und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen, und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Koͤnige, der seinem Sohn Hochzeit machte. Und sandte seine Knechte aus, daß sie den Gaͤsten zur Hochzeit ruften, und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus, und sprach: Saget den Gaͤsten, siehe, meine Mahl⸗ zeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet, und alles bereit, kommet zur Hoch⸗ zeit. Aber sie verachteten das und giengen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Handthierung.