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Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel / herausgegeben vom Königlichen Konsistorium zu Cassel unter Mitwirkung des Gesamt-Synodal-Ausschusses
Entstehung
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Weihnachten. 17

weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht.

3. In diesem Lichte kanns⸗ du sehen das Licht der klaren Seligkeit; wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht schon in gar kurzer Zeit, wird dieses Licht mit sehen Schein dein Himmel und dein Alles sein.

4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens⸗ und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein.

5. Drum, Jesu, schöne Weih⸗ nachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wieich im Lichtewandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll.

Kaspar Fr. Nachtenhöfer, 1624- 1685.

Eigene Melodie.

33 Ermuntre dich, mein

7 schwacher Geist, und trage groß Verlangen, ein Kind, das Ewigvater heißt, mit Freuden zu empfangen. Dies ist die Nacht, darin es kam und menschlich Wesen an sich nahm, dadurch die Welt mit Treuen als seine Braut zu freien.

2. Willkommen, Held aus Davids Stamm, du König aller Ehren, willkommen, Jesu, Gottes Lamm, ich will dein Lob vermehren; ich will dir all mein Leben lang von Herzen sagen Preis und Dank,

daß du, da wir verloren, für uns bist Mensch geboren.

3. O großer Gott, wie konnt es sein, dein Himmelreich zu lassen, zu kommen in die Welt Lanten da nichts denn Neid und Hassen? Wie konntest du die große Macht, dein Königreich, die Freudenpracht, ja dein er⸗ wün tes Leben fürfolche Feind hingeben?

4. O großes Werk, o Wun⸗

dernacht, dergleichen nie ge⸗

funden! du hast den Heiland hergebracht, der alles über⸗ wunden; du hast gebracht den starken Mann, der Feur und Wolken zwingen kann, vor dem die Himmel zittern und alle Berg erschüttern.

5. O liebes Kind, o süßer Knab, holdselig von Gebärden, mein Bruder, den ich lieber hab als alle Schätz auf Erden, komm, Heiland, in mein Herz hinein, komm eilend, laß die Krippe sein, komm, komm, ich will bei Zeiten die Stätte dir bereiten.

6. Sag an, mein Herzens⸗ bräutigam, mein Hoffnung, Zwein und Leben, mein edler Zweig aus Jakobs Stamm, was ul ich dir doch geben? Ach, nimm von mir Leib, Seel und Geist, ja alles, was Mensch ist und heißt; ich will mich ganz verschreiben, dir ewig treu zu bleiben.

7. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, sei dir von mir gesungen, daß du mein Bruder worden bist und hast