Weihnachten. 15
blick. Er kommt, er kommt ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel wenig zum Widerstande seind.
10. Er kommt zum Welt⸗ gerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und
süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne! und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal. Paul Gerhardt, 1607—1676.
II. Weihnachten.
Mel.: Lobt Gott ihr Christen.
29 Also hat Gott die
Welt geliebt, daß er aus freiem Trieb den ein⸗ gebornen Sohn uns gibt; wie hat er uns so lieb!
2. Was sein erbarmungs⸗ voller Rat beschloß von Ewig⸗ keit, die große wundervolle That vollführt er in der Zeit.
3. Er, unser Heil und höchstes Gut, der alle segnen kann, nimmt wie die Kinder Guo und Blut, doch ohne
ünde an.
4. Du, Sohn des Aller⸗ höchsten, wirst mir Rat und Kraft und Held, mein Vater und mein Friedefürst, der Heiland aller Welt.
5. Was mir zum Seligsein
gebricht, das, Venr, erwirbst du mir: Versöhnung, Leben, Trost und Licht, das hab ich nur in dir. „6. Dein Mangel wird mein Uberfluß, dein Leiden stillt mein Leid, dein Niedrigsein schafft mir Genuß der höch⸗ sten Herrlichkeit.
7. Gelobt sei Gott, gelobt sein Sohn in dieser Freuden⸗ eit! Lobt, Engel, ihn vor feinen Thron, erheb ihn, Christenheit!
H. C. Hecker, 1 1748.
Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 30 Der heilge Christ ist kommen, der teure Gottessohn; des freun sich alle Frommen am höchsten Himmelsthron, auch was auf Erden ist, soll preisen hoch und loben mit allen Engeln droben den lieben heilgen Christ.
2. Das Licht ist aufge⸗
angen, die lange Nacht ist
hm die Sünde ist gefangen,
erlöset ist der Sinn, die Sünden⸗
angst ist weg, der Glaube geht
208 Himmel nun aus dem
eltgetümmel auf einem sichern teg.
36 Nun sind nicht mehr die Kinder verwaist und vaterlos! Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gnadenschoß. Er will, daß alle rein von ihren alten Schulden, vertrauend seinen Hulden, gehn in den Himmel ein.


