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(Wie bei Joh. Klug 1535 fehlt auch hier die frühere Mel)— Bei Jos. Klug 1543. Bl. 674.(Die ältere
2—85 b. 1524 das. Bl. 694.)— Bei Val. Babst 1545. I, Nr. 32.(Die frühere Mel. v. 1524 steht unter Nr. 33.)
196. Joh. Crügers Geistl. Kirchen-⸗Melodien. Leipzig. 1649. Nr. 94. Anonhm.— Im Berliner GB. b. 1653. S. 294, Nr. 187 mit: J. C. unterz. Ebenso in der Praxis pièt. mel. v. 1656. S. 521, Nr. 251. — Das Ged. vom J. 1648(nicht 1636.) Ob vom J. 1644? bleibt näher zu untersuchen.— Die durch L. Plato's Schrift:„M. Martin Rinkart nach seinem äußern Leben u. Wirken.“(Leipz. 1830.) verbreitete An. nahme, als sei die Mel. v. Mart. Rinckart componiert(s. das. S. 47—49) ist falsch. Nicht minder falsch ist es, dieselbe als Überarbeitung einer Composition des Lucas Marenzo(& zu Rom 1599 als Capellmeister das.) zu erklären. Aus der Zusammenstellung beider Melodien, der v. Crüger u. v. Marenzo,(das. S. 58) geht höchstens das hervor, daß Eins zum Andern paßt— wie die Faust aufs Auge!
197. Joh. Crügers Praxis piet. mel. v. 1656. S. 467, Nr. 229. Mit: IC.(Joh. Crüger) unterz. 198. Joh. Crügers GB. Berlin, 1640. S. 6, Nr. 3. Anonym.— Im Berl. GB. v. 1653. S. 120,
Nr. 75 mit:„J. C.“(Joh. Crüger) unterz.— Auch in der Praxis pièt. mel. v. 1656. S. 164, Nr. 79. Am Ende der Mel.: IC. Ist der Mel.: Ich hab mein Lauf vollendet— von Joh. Herm. Schein(s. dessen Cantional v. 1627 u. 1645. Bl. 4514, Nr. 251.) nachgebildet.
199.(Georg Rhau,) Newe Deudsche Geistliche Gesenge CXXIII. Mit Vier vnd Fünff Stimmen, Für die gemeinen Schulen.. Wittemberg, 1544. Quer.4. In einem ö5stimmigen Satze von Johannes Stahl. Nr. 121.— In der Zweibrückener Kirchenordnung v. 1557. Th. II, Bl. 75a.— In den„Kirchengeseng“ (der Böhm. Brüder) v. 1566. Bl. 2774.— Bei Val. Babst 1545(Nr. 80.) noch mit der frühern Mel v. 1531(s. hier Nr. 113).— Des Liedes: Nun laßt uns den Leib begraben— wird schon gedacht in D. Joh. Brießmanns Rigischer Kirchenordnung vom J. 1530.(Rambachs Anthol. III, S. XI.)
200. Nach der Mel. des lat. Hymnus Veni redemptor gentium v. Ambrosius, aus dem 4. Jahrh.— Vgl. K. S. Meister, Das kath. deutsche Kirchenlied. I, S. 34 u. 148. Das. nach einer Handschr. des 14. Jahrh. mitgetheilt.— Mel. in den Erfurter Enchiridien A. u. B. von 1524.(In B: Bl. CIIIæ)— Joh. Walthers Gesangbüchlein v. 1524 u. 1525. Nr. 20.— Jos. Klug 1535 u. 1543(Bl. 45).— Val. Babst 1545. Nr. 1.
201. D. Nicol. Selneccer, Christliche Psalmen, Lieder, vnd Kirchengesenge... Leipz, M.D. LXXXVII. 1. S. 139. Weder der Name des Dichters noch des Comp. ist angegeben.— Die Mel. wohl nicht von Sel— neccer; eher könnte sie von Antonio Scandelli 18. Jan. 1580 als Churfürstl. Capellmeister in Dresden!. herrühren, dessen Selneccer in der 2. Vorrede gedacht hat. Vgl. auch die Comp. dieses Liedes in: Matthäus Le Maistre, Schöne, auserlesene Deudsche vnd Lateinische Geistliche Gesenge, auff vier Stimmen. Dresden, 1577. Nr. 3.
202. Concentus Novi.. News Gesanng, mit Dreyen stymmen, Den Kirchen vnd Schuolen zu nutz, newlich in Preüssen durch Joannem Kugelman Gesetzt... Getruckt zu Augspurg, durch Melcher Krießstein. (1540.) S. Nr. 39.(Auch Nr. 17, 28 u. 31.)— Bei Val. Babst 1553(nicht 1545), Th. II, Nr. 11; Ausg. v. 1578, II, Nr. 11.— Frankf.(a. M.) GB. v. 1570.(d.) Bl. 3654a.— u. 1569, Bl. 2414.— Kirchen Gesäng. Franckf. a. M.(Sigmund Feierabend) 1584. Bl. 268b.— Ein Einzeldruck in 8.(Nürnberg durch Georg Wachter):„Der CIII. Psalm, Nu lob meine seele den Herren. In gesangs weiß“... in Wackernagels Bibliogr. S. 168.(Vielleicht einer der ältesten Drucke.)— Nach Rambachs Anthol. III, S. XII, ist das Lied schon vor 1530 bekannt gewesen. Vgl. auch I. Mützell, Geistl. Lieder der evang. Kirche. I. 308.— Scheint der Mel. O Herre Gott, dein göttlich Wort— nachgebildet zu sein.— Joh Kugelmann, geb. zu Augs⸗ burg. Um 1539 Capellmeister Herzogs Albrecht in Pr., Markgrafen zu Brandenburg. Nach v. Winterfeld (der evang. Kirchengesang. J. 209) wäre Kugelmann als Erfinder der Mel. anzunehmen, welche Annahme jedoch noch sehr der weitern Uiutersuchung bedarf. Das Lied ist von Johann Graman(Graumann), gen. Poliander, gedichtet. Geb. zu Neustadt in der Oberpfalz 5. Juli 1487. In den Jahren 1516-22 war er anfangs Lehrer, dann Rector der Thomasschule in Leipzig. 1525 kam er nach Königsberg in Pr. als evang. Prediger an der altstädtischen Kirche. Tdas. 29. Apr. 1541. Auch ihm wird die Mel. zugeschrieben, was gleich⸗ falls noch zu untersuchen bleibt. Der Name Joh. Polhandri zuerst in der Rigaer Kirchenordnung v. 1549. (Wackern. Biblogr. S. 480.)
203.(Matth. Apelles von Löwenstern.) Früelings⸗Mayen. Von dreyssig, in einem Hauß.gärtlein aufgewachsenen, doch etwas zu früe abgebrochenen Blumen. Zusammen gebunden... durch Einen Liebhaber der Geistlichen Garten.gesellschafft. 8. O. O.(Breslau, 1644.) Auf dem 2. Bogen, Bl. VIIIb.— Unterz. M. A. v. L.“— Vollständige Kirchen- und Hauß⸗Music. Breßlaw, Baumann.(1644.) Bogen 2, Bl. VIIIV. Nr. XII der Abelleslieder.(Vgl. Nr. 36.)
204. Herrn Adam Kriegers, Churf. Durchl. zu Sachsen ꝛc. wohlbestaltgewesenen Cammer- und Hoff⸗ Musici, Neue Arien, In 6. Zehen eingetheilet. Dresden, 1676. fol. I. Zehen, Nr. 9. Mit Kriegers Bildnis, in dessen Umring Folgendes zu lesen: Nobil:& Praeex: Dn: Adamus Kriegerus. Poeta& Musicus. Nri: Seculi Excellentis: Serenis: Sax: Elect: Organ: Cam: Prim.(Oben:) Nat: A“. M.DC. XXXIV. Denat. A' M.DC. LXVI.— In der 1. Ausg. v. 1667. Dreßden(Wolffgang Seyffert.) fol. Im IUsten Zehen Nr. S. Die Mel, wie sie bei Kühnau vorkommt, hat sich nicht zu ihrem Vortheil ver— ändert u sollte wenigstens nach dem Sachsen-Weissenfelsischen vollständigen Gesang⸗u. KirchenBuch. Weißen⸗ fels, 1712. S. 747, Nr. 113. wieder hergestellt werden.
Erk, 4stimm. Choralbuch.
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