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Liede: Mein Gmüth ist mir verwirret, das macht ein Jungfrau zart ꝛcf. Dem geistl. Liede: Herzlich thut mich verlangen— untergelegt in: Harmoniae sacrae... Tertium editae, et accessione commemorabili auctae. Gorlicij, Typis et sumpt. Joan. Rambae. MDCXIII. 8. S. 455.— Hans Leo Haßler, geb. 1564 zu Nürnberg 1585 wurde er Organist des Graf. Octavian Fugger zu Augsburg, welche Stelle er bis zum Ende des 16. Jahrh. verwaltete. Um 1602 kam er an Kaiser Rudolfs II. Hof. Auf dem Titel seiner zu Nürnb. gedr.„Psalmen ond Christl. Gesäng“(1607) nennt' er sich:„Röm. Kais. Maj. Hofdiener.“ 1608 (28. Oct.) wurde er bei der Dresdener Hofeapelle als Org. angestellt. In einem musikal. Werke des Hans Haid vom J. 1610 steht über einer Zuschrift Haßlers:„Johann Leo Haßlers Röm. Kais. Maj. ꝛc. auch Chur— fürstlicher Sächsischer ꝛe. Diener.“— 1612 reiste Haßler mit dem Kurf. Joh. Georg J. nach Franfurt a. M., woselbst er am 8. Juni an der Schwindsucht starb.
119—120. Joh. Crügers GB. Berlin, 1640. S. 86, Nr. 39.(Vgl. bei J. H. Schein: Geliebten Freund, was thut ihr so verzagen.) In der Überschrift nennt sich Joh. Crüger als Componist.
121. Im Berliner GB. v. 1653. S. 12, Nr. 7. und S. 81, Nr. 52. mit: J. C.(Joh. Crüger) unter— zeichnet.
122. Das, Von E. Hoch-Edlen... Raht der Stadt Hamburg privilegirt. und vollkommenes Mu si · calisch-Choral-Buch, Mit Fleiß eingerichtet.. Und verfertiget Von Georg Bronner, Organisten zum Heil. Geist. Hamburg.(1715.) Quer.A. Zuschr. vom 31. Dec. 1715. Das. S. 10. Unter der Benennung: Ach mein Gott, verlaß mich nicht.— Georg Bronner, geb. in Holstein 1666. zu Hamburg 1724. Schon 1693 in Hamburg.
123. Bartholomäus Gesius, Geistliche Deutsche Lieder. 1601. Frankf. a. d. O. Bl. 405.(Vgl. Nr. 65.)
124. Volksweise aus dem 15. Jahrh.: Möcht ich von Herzen singen, mit Lust ein Tageweis.(Mit Lust so will ich singen ein schöne Tageweis.) Vgl. Wackernagels Bibliogr. S. 100. 126. 472.— Auch in Joachim Slüters Rostocker GB. v. 1531— und in den Bergreien v. 1536(Bergkrehen Etliche Schöne ge— senge, newlich zusamen gebracht, gemehret vnd gebessert. M. D. XXXVI. kl. 8. Nr. 17. 50 Lieder enthal⸗ tend.) ist der Mel gedacht; ebenso im Val. Schumannschen GB. v. 1539 u. im Magdeb. GB. v. 1534(Bl. RIVb)— u. 1540(Bl. 93b).— Die Mel im Val. Babstschen GB. v. 1545 u. 1547. II, Nr. 42. Das Lied: Hilf Gott, daß mir gelinge— v. Heinrich Müller, vor 1527 bekannt.
125. Freylinghausens GB. v. 1704.(1703.) S. 943, Nr. 599.
126. Heinrich Albert, Siebender Theil der Arien, Etlicher theils Geistlicher,.. theils Weltlicher... Lie— der. 1648. Königsberg. Fol. Nr. 12. Überschrift:„Bei hochbetrauerlichem, doch aber recht seligem Hintritt Herrn Robert Roberthins, Churfl. Pr. Ober u. Regiments-Secretarii, den 7. Ostermonats-Tag 1648.“ (Vgl. Nr. 90.)
127. Musica Teusch, auf die Instrument der grossen vnnd kleinen Geygen, auch Lautten.. vormals im Truck nye vnd ytzo durch Hans Gerle Lutinist zu Nurenberg außgangen. 1532. Quer-4. Am Ende: Ge— druckt zu Nurenbergk durch Jeronimum Formschneyder.— Bl. DIIX. Ursprünglicher Text: Entlaubet ist der Walde. Ein Volkslied des 15. Jahrh.— Auch bei Georg Forster, Ein außzug guter alter vnd newer Teut— scher liedlein... Getruckt zu Nürnberg bei Johan Petreio anno M. D. XXXIX. Quer-4. I, Nr. 61. In bei. den Quellen nach dem Tonsatze von Thomas Stoltzer.— Im Val. Babstschen GB. v. 1545. II, Nr. 18.— Hans Gerle lebte noch im J. 1547. Nach Doppelmahrs Nachricht von den Nürnberg. Künstlern, p. 291, soll er ums J. 1570 gestorben sein.
128. Mel. in den PSeaumés v. 1555, 1559, 1562 u. 1565. Ps. 23.
129. Drittes Zehn„Neuer Geistlicher Arien, so mit 1. 2. 3. oder 4 Stimmen... verfertiget und zum Druck befördert von Johann Rudolff Ahlen, Mulhus. Organ... Mülhausen, 1662.“ fol.(Es ist genug! so nimm, Herr, meinen Geist. Von Frz. Joach. Burmeister.)— Freylinghausens Neues Geistreiches GB. b. 1714.(1713.) Th. II. S. 728, Nr. 507.— Biographisches unter Nr. 163.
130. Michael Praetorius. Musae Sioniae Achter Theil.(Wolffenbüttel) 1610. 4. Nr. 251.— Im Inhaltsverzeichnis ist unter der Rubrik„Autor Textus“ genannt:„M. P. C.“(Michael Prätorius, C.) was wohl sicher in die gegenüberstehende Rubrik:„Autor Comp.“ gehört hätte; denn dem Texte nach kommt das Lied schon 1586 vor, was für M. Prätorius, der erst 1571 geboren ist, zu früh wäre.— Die An— derung im 1. u. 2. Satze der Mel. schon in Joh. Crügers Praxis pièt. mel. b. 1656. S. 17, Nr. 7.— Mich. Prätorius, geb. zu Creuzberg in Thüringen 15. Febr. 1571. Prior des Benedictinerklosters Ringel— heim(Ringeln) bei Goßlar, herzogl. Braunschweigischer Kapellmeister(1596), wie auch Kammersecretär u. Kammerorganist. 4 zu Wolfenbüttel 15. Febr. 1621.
131. Ursprünglich weltl. Volksweise: Ich weiß ein Blümlein hübsch u fein.— Johannes Rhau, Geistl. Gesangbuch in 12.(Titelblatt fehlt) Am Ende: Gedruckt zu Franckfort am Meyn, Durch Nicolaum Bas⸗ seum. M. D.LXXXIX.(1589.) Am Ende der Vorrede: Gegeben zu Wetter am Newen Jahrßtage, im J. 1589. Johannes Rhau, Diener deß H. Euangelij in der Kirchen zu Wetter.— Bl. 269b.— Die eigentliche Mel.(gg badebau. sew) liegt im Tenor, u. die hier unter Nr. 131 abgedruckte Mel., die ursprüng⸗ lich als Begleitun gs stimme, folglich nur als uneigentlicher Cantus Hrmus gilt, im Discant.(Ahnli⸗ ches in J. B. Königs Harm. Liederschatz. Frankf. 1738. S. 433 u. S. 250.— Vgl. hier Nr. 108 u. 109).
132. Joh. Herm. Scheins Cantional— Leipz. 1627. S. 344, Nr. 195.(Zum Liede: Verzage nicht, o frommer Christ.)


