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Advent.
5. Die Zeit vor Christus.
In diesen dunklen Tagen,“ Ihr Christen, denkt der Zeit,“ Da alle Menschen lagen* In Nacht und Dienstbarkeit!* Der Schuld— brief war versiegelt, Der Tod nahm jedes Pfand;* Der Him⸗ mel war verriegelt,* Die Hölle offen stand.
2. Da seufzten die Gerechten, * Die Thorheit trug sich hoch;“ Die Kinder dienten Knechten,* All Trost von dannen zog.* Pro⸗ phetenworte tönten* Wohl in die dunkle Zeit;* Doch Fürst und Volk verhöhnten* Des Worts Wahrhaftigkeit.
3. Da ist Gott selbst gekommen * In unsers Lebens Nacht,* Hat alles weggenommen,* Was uns zu Knechten macht;“ Durch un— nennbares Leiden* Zahlt' er all unsre Schuld;* Schloß auf des Himmels Freuden* Durch Lieb' und durch Geduld.
4. Nun sind wir wieder Kinder * Und fürchten kein Gericht;* O wendet euch, ihr Sünder,* Zu Gottes Angesicht!* Er schaut zur Erde nieder, Da wohnt sein ein'ger Sohn;* Der nennt uns seine Brüder,* Ruft uns an seinen Thron.
5. In dieser Zeit der Gnaden * Wach' auf, mein träger Geist, * Und wandle auf den Pfaden,“ Die dir Johannes weis't:“ Dem wahren Licht entgegen,“ Dem Licht der Ewigkeit;* Es scheint auf allen Wegen,“ Wach' auf in dieser Zeit!
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6. Klage der Väter.
Ach, wie langsam gehn die Stun⸗ den,* Herr, wann kommt doch jene Zeit, Daß man endlich wird entbunden* Von so langer Traurigkeit!* Dein Verlust, den wir beweinen,* Gönnet uns die Ruhe nicht;* Ach, wann wer⸗ den wir erscheinen,* Herr, vor deinem Angesicht?
2. Schau, wir sind in Finster⸗ nissen,“ Weil dein Antlitz uns gebricht; Nur die Sünd', die noch zu büßen,“ Hat entzogen die— ses Licht.“* Laß die Erde endlich sehen* Deiner Güte Wunderkraft, * Lasse jenes Licht aufgehen, Das erleucht' die Heidenschaft.
3. Denk', o Vater, doch zurücke * An des Paradieses Pracht;* Werfe deine Gnadenblicke* Auf das Bild, so du gemacht!* Ach, vergiß der Eltern Sünden, Tilg' die angeerbte Schuld,“ Führ' uns aus den dunklen Gründen*In die Strahlen deiner Huld.
4. Gleichwie eine Taube schwebet * In den Lüften ohne Ruh,“ Bis sie endlich sich erhebet“ Der ge⸗ wünschten Stätte zu:* Also quält sich das Verlangen* Dessen, der dich finden will,“ Bis die Seele mag erlangen* Dich, o Gott, ihr End' und Ziel.
5. Ach, wann wird die Ret⸗ tung kommen,* Die du gnädig zugesagt?* Daß die Nacht wird weggenommen,* Und ein ew'ger Morgen tagt!* Ach, ihr Zei⸗ ten, nehmet Flügel,* Und so bringet uns geschwind Das


