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Kantate! : katholisches Gesangbuch, nebst einem vollständigen Gebet- und Gesangbuche / herausgegeben von Heinrich Bone ; mit Genehmigung des Hw. Bischofs von Paderborn
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Vorwort zur zweiten Auflage.

Die Vorrede zur ersten Auflage(1846) enthielt die ausführliche Darlegung alles dessen, was zur Bearbeitung und Herausgabe des Buches Veranlassung gegeben, und was dabei als maßgebend be⸗ trachtet worden. Sie verbreitete sich über das Wesen und den Mittelpunkt des katholischen Gottesdienstes; über seinen, der Kirche entsprechenden Charakter als eines einigen, heiligen, allgemeinen und apostolischen; über seine einzelnen Theile und Formen, über den Unterschied der priesterlichen Verrichtungen und der Volksandachten; über die Bedeutsamkeit und Nothwendigkeit des Lateinischen als der eigentlichen Muttersprache der römisch⸗katholischen Kirche; über das Wesen, die Geschichte und den Gebrauch des deutschen Kirchenliedes; über den Werth der alten Lieder und über deren Bearbeitung in dem gegenwärtigen Buche. Die Grundsätze sind unverändert dieselben geblieben, und durften sich in ihrer Anwendung zum Theile noch schärfer abprägen, weil sie bereits allgemeiner zur Anerkennung ge⸗ kommen; namentlich sind die Lieder an manchen Stellen noch mehr auf das Alte wieder zurückgeführt, wogegen einzelne, obgleich ziemlich verbreitete, neuere Lieder gänzlich zu tilgen man sich gedrungen fühlte. Ueberdies sind die Lieder um mehr als 160 bereichert worden, der Ueberzeugung gemäß, daß der Schatz der Lieder mit besonderer Sorgfalt zu wahren sei, und daß dieselben nicht etwa bloß den noth⸗ wendigen Bedarf für den Gesang zu liefern haben, sondern daß sie auch ungesungen die Gebete gleichsam ergänzen und beleben müssen. Wozu würde das Brevier zusammenfallen, wenn ihm die Psalmen und Hymnen genommen würden? Abgesehen von dem Eindringlich⸗ Bleibenden der gebundenen Rede: wie manches läßt sich im Liede zum Herzen führen, was im Gebete keinen Halt finden kann! Wer möchte die kindliche Lieblichkeit des Weihnachtsfestes in seiner Er⸗

bauung entbehren; aber wer mag sie in die Form eines Gebetes X*