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Kleines Gesangbuch geistlicher Lieder für Kirche, Schule und Haus / durch Philipp Wackernagel
Entstehung
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21⁰ Letzter Advent, Gericht, Ewigkeit.

4. Kein Zunge kann erreichen die ewig Zierheit groß, Man kanns mit nichts vergleichen, die Wort sind viel zu bloß: Drum müßen wir solchs sparen bis an den jüngsten Tag, dann wollen wir erfahren, was Gott ist und vermag.

2 Denn Gott wird bald uns alle, was je geboren ist, Durch sein Posaun mit Schalle in seim Sohn ZJesu Christ

An unserm Fleisch erwecken zu großer Herlichkeit, und klärlich uns entdecken die ewig Säligkeit.

6. Er wird uns unser Leben, den Leib mit Haut und Haar Ganz völlig wiedergeben, das ist gewislich wahr,

Uns Leib und Seel verklären schön, hell, gleich wie die Sonn, nach Lust, was wir begeren, uns geben Freud und Wonn.

7.

Sein Engel wird auch schicken der Herr Christ, unser Trost, Entgegen ihm zu zücken, der uns aus Lieb erlöst,

Wird uns gar schön empfangen mit aller Heilgen Schar, in sein Arme umfangen, das wird erfreun fürwahr.

8.

Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, Der durch sein Blut und Leiden den Himmel aufgethan,

Die lieben Patriarchen, Propheten allzumal, die Märtrer und Apostel bei ihm in großer Zahl.

9.

Die werden uns annehmen als ihre Brüderlein, Sich unser gar nicht schämen, uns mengen mitten ein;

Wir werden alle treten zur Rechten Zesu Christ, als unsern Gott anbeten der unsers Fleisches ist.

10. Er wird zur rechten Seiten uns freundlich sprechen zu: Kommt, ihr Gebenedeiten,

zu meiner Ehr und Ruh!

Jetzt sollet ihr ererben meins liebsten Vaters Reich, welchs ich euch hab erworben, drum seid ihr Erben gleich.

11. Er wird mit Zorn sich stellen zu den zur linken Hand. Ein recht gleich Urteil fällen, mit Worten so genannt: Geht hin, ihr ganz Verfluchten, zum höllschen Feur erkannt, ins Teufels Strick geflochten, in ewgen Tod und Band!' 12. Also wird Gott erlösen uns gar von aller Noth, Vom Teufel, allem Bösen, von Trübsal, Angst und Spott, Von Trauern, Weh und Klagen, von Krankheit, Schmerz und Leid,

von Schwermuth, Sorg und Zagen,

von aller bösen Zeit.

13. Kein Ohr hat je gehöret, kein menschlich Aug gesehn Die Freud, so den bescheret, die Gott ihm hat versehn: Sie werden Gott anschauen vom hellen Angesicht 7 leiblich mit ihren Augen das ewig wahre Licht. 14. Gott werden sie erkennen die heilig Trinitat, In Gottes Liebe brennen, sein Wesen und sein Rath Wird Gott ihrn Augen gönnen, und was er ist und hat, auch seine Kinder nennen in Gottes Kraft und That. 15. Also wird Gott erfüllen alles durch seine Kraft, Wird alles sein in Allen durch seinen Geist und Saft, Wird sich selbst ganz zu eigen uns geben völliglich und all sein Gut uns zeigen in Christo sichtiglich.