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361.(Auch= Wie d. Hirsch.)
Liebe dränget uns, die Seelen à dir, o Höchster! zu empfehlen,* die der Tod von uns getrennt.— Tilg', Er⸗ barmer, ihre Sünden, à laß sie Trost und Hilfe finden,* führe sie zu deinem Thron!— Ja, du führst auf weisen Wegen ihrem Ziele sie entgegen; Vater! wir vertrauen dir.
Gott, der Richter aller Welten,* wird uns allen dort vergelten;* dort ist unsre Erntezeit.— Fromme wird er einst zum Lohne*dort vor seinem Richterthrone“ schmücken mit der Himmelskron'.— Aber freche Lasterknechte* züchtigt schreckbar seine Rechte;* ewig bleibet Gott gerecht.
Opfre, Priester, deine Gabe à für die Toten, die im Grabe harren auf das letzt' Gericht!— Tilge, Gott, noch derer Schulden, die für Schwachheitssünden dulden, löse ihre Bande auf!— Bringe sie von ihren Leiden* zu des Himmels ew'gen Freuden; sieh dies Sühne-Opfer an!
„Heilig“ singen Engelheere,“ bringen Gott! dir ewig Ehre, dies ist ihre Himmelsfreud'.— Auch die abgeschiednen Seelen* wünschen sich vor dir zu stellen,„Heilig“ dir zu singen, Gott!— Mach' sie frei von ihren Leiden,‚ schenke ihnen Himmelsfreuden,“ hebe sie zu dir empor!
362. Einzelne Strophen von Todund Ruferstehung.
a) Zum Bater, der im Himmel wohnt und über allen Engeln thront,* ging dieses Kind, wie Engel rein,“ um ewig froh und schön zu sein.— Des Lebens Leid, der Welt Gefahr*ward ihm noch nicht hier offenbar; à der Faden riß, die Seel' erhob* sich frei empor zu Gottes Lob.— Von Gott geliebt, von Gott gewählt* ist's nun den Heil'gen zugezählt, geschmückt mit Glanz und Ehrenzweig,“ den lieben, sel'gen Engeln gleich.
b) Weint Eltern, lasset euren Tränen bei dieses Kindes Tod den Lauf;' doch sehet auch bei euren Tränen àzu Gott, dem Kinderfreund hinauf,* und glaubt, ob es schon wehe tut: „Der Tod ist diesem Kinde gut.— Dort steht es nun vor Gottes Throne,;? ist selig und von Übeln fern;“ sein Schmuck ist eine Himmelskrone, sein größtes Glück: es sieht den Herrn;' nach dieser kurzen Pilgerzeit schaut dort es Christi Herrlichkeit.
e) Jetzt wird mich die Erde bedecken,* bis mich die Po⸗ saunen erwecken;* ich erwarte das letzte Gericht,“ ich erhoffe das ewige Licht,“ das ewige Licht.— Ich bleibe nicht ewig im
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