25—
Mein Lebetage will ich dich/ aus meinem Sinn nicht lassen,/
dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen;/ du sollst sein meines Herzens Licht,/ und wenn mein Herz in Stücke bricht,/ sollst du mein Herze bleiben;/ ich will mich dir, mein höchster Ruhm,/ hiermit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben.
„Ich will von deiner Lieblichkeit/ bei Nacht und Tage singen,/
mich selbst auch dir nach Möglichkeit/ zum Freudenopfer bringen./ Mein Bach des Lebens soll sich dir/ und deinem Namen für und für /in Dankbarkeit ergießen;/ und was du mir zugut getan,/ das will ich stets, so tief ich kann,/ in mein Gedächtnis schließen.
„Erweitre dich, mein Herzensschrein,/ du sollst ein Schatzhaus
werden/ der Schätze, die viel größer sein 7 als Himmel, Meer und Erden. Weg mit den Schätzen dieser Welt/ und allem, was der Welt gefällt,/ ich hab ein Bessres fun⸗ den.„Mein großer Schatz, Herr Jesu Christ,/ ist dieses, was geflossen ist/ aus deines Leibes Wunden.
„Das soll und will ich mir zunutz/ zu allen Zeiten machen;/
im Streite soll es sein mein Schutz,/ in Traurigkeit mein Lachen,/ in Fröhlichkeit mein Saitenspiel,/ und wenn mir nichts mehr schmecken will,/ soll mich dies Manna speisen;/ im Durst soll's sein mein Wasserquell in Einsamkeit mein Sprachgesell/ zu Haus und auch auf Reisen.
Was schadet mir des Todes Gift? 7Dein Blut, das ist mein
Leben. Wenn mich der Sonnen Hitze trifft./ so kann mir's Schatten geben;/ setzt mir der Wehmut Schmerzen zu,/ so find ich bei dir meine Ruh,‚/ wie auf dem Bett ein Kranker;/ und wenn des Kreuzes Ungestüm /„mein Schifflein treibet um und um,/ so bist du dann mein Anker.
„Wenn endlich ich soll treten ein/ in deines Reiches Freuden,/
so soll dies Blut mein Purpur sein,/ ich will mich darein kleiden; Jes soll sein meines Hauptes Kron,/ in welcher ich


