Mel.
und bitten dich, wahr Mensch und Gott,/ durch deine heilgen
Wunden rot, /erlös uns von dem ewgen Tod/ und tröst uns in der letzten Not.
„Behüt uns auch vor Sünd und Schand/ und reich uns dein
allmächtge Hand,/ daß wir im Kreuz geduldig sein,/ uns trösten deiner schweren Pein.
und schöpfen draus die Zuversicht,/ daß du uns werdst verlassen nicht,/ sondern ganz treulich bei uns stehn,/ daß
wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer
: An Wasserflüssen Babylon.
Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld/ der Welt und
ihrer Kinder,/ es geht und träget in Geduld/ die Sünden aller Sünder; /es geht dahin, wird matt und krank,/ ergibt sich auf die Würgebank,/ entsaget allen Freuden;/ es nimmt auf sich Schmach, Hohn und Spott, 7Angst, Wunden, Strie⸗ men, Kreuz und Tod/ und spricht: Ich wills gern leiden.
Das Lämmlein ist der große Freund/ und Heiland meiner
Seelen;/ den, den hat Gott zum Sündenfeind/ und Sühner wollen wählen./„Geh hin, mein Kind, und nimm dich an/ der Kinder, die ich ausgetan/ zur Straf und Zornesruten;/ die Straf ist schwer, der Zorn ist groß,/ du kannst und sollst sie machen los /durch Sterben und durch Bluten.“
.„Ja, Vater, ja von Herzensgrund,/ leg auf, ich will dir's
tragen;/ mein Wollen hängt an deinem Mund,/ mein Wirken ist dein Sagen.“ /O Wunderlieb, o Liebesmacht,/ du kannst, was nie ein Mensch gedacht,/ Gott seinen Sohn abzwingen./ O Liebe, Liebe, du bist stark,/ du streckest den in Grab und Sarg,/ vor dem die Felsen springen.


