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Der Sammet und die Seiden dein,/ das ist grob Heu und Windelein,/ darauf du König, groß und reich,/ herprangst, als wärs dein Himmelreich.
Das hat also gefallen dir,/ die Wahrheit anzuzeigen mir,/ wie aller Welt Macht, Ehr und Gut/ vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut.
Ach mein herzliebes Jesulein,/ mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein,/ daß ich nimmer vergesse dein.
Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,/ der uns schenkt seinen eingen Sohn;/ des freuet sich der Engel Schar/ und
singet uns solch neues Jahr. Martin Luther
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Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich,/ in seinem höchsten
Thron,/ der heut schleußt auf sein Himmelreich/ ½ und schenkt uns seinen Sohn.,
„Er kommt aus seines Vaters Schoß/ und wird ein Kind⸗
lein klein,/ er liegt dort elend, nackt und bloß,/ in einem Krippelein.:,
„Er äußert sich all seiner Gwalt,/ wird niedrig und gering/
und nimmt an sich eins Knechts Gestalt,/ ½ der Schöpfer aller Ding.:
„Er wird ein Knecht und ich ein Herr;/ das mag ein Wech⸗
sel sein!/ Wie könnt es doch sein freundlicher,/ ½ das Herzejesulein ½
Heut schleußt er wieder auf die Tür/ zum schönen Para⸗
deis; /der Cherub steht nicht mehr dafür,/ ½ Gott sei Lob, Ehr und Preis.:
Nikolaus Herman


