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„Vom Himmel hoch da komm ich her, ich bring euch gute
neue Mär,/ der guten Mär bring ich so viel,/ davon ich singn und sagen will.
„Euch ist ein Kindlein heut geborn/ von einer Jungfrau
auserkorn,/ ein Kindelein so zart und fein,/ das soll eur Freud und Wonne sein.
Es ist der Herr Christ, unser Gott,/ der will euch führn
aus aller Not, /er will eur Heiland selber sein,/ von allen Sünden machen rein.
4. Er bringt euch alle Seligkeit,/ die Gott der Vater hat bereit't,/
daß ihr mit uns im Himmelreich/ sollt leben nun und ewig⸗ lich.
So merket nun das Zeichen recht,/ die Krippen, Windelein
so schlecht; da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt.
Des laßt uns alle fröhlich sein/ und mit den Hirten gehn
hinein,/ zu sehn, was Gott uns hat beschert,/ mit seinem lieben Sohn verehrt.
„Sei mir willkommen, edler Gast! /Den Sünder nicht ver⸗
schmähet hast/ und kommst ins Elend her zu mir;/ wie soll ich immer danken dir?
Ach Herr, du Schöpfer aller Ding,/ wie bist du worden so
gering,/ daß du da liegst auf dürrem Gras,/ davon ein Rind und Esel aß.
Und wär die Welt vielmal so weit,/ von Edelstein und Gold
bereit't,/ so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein.


