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„Dein König kommt in niedern Hüllen,/ ihn trägt der last⸗
barn Eslin Füllen; /empfang ihn froh, Jerusaleèm! /Trag ihm entgegen Friedenspalmen,/ bestreu den Pfad mit grünen Halmen,/ so ist's dem Herren angenehm.
O mächtger Herrscher ohne Heere,/ gewaltger Kämpfer
ohne Speere, 7o Friedensfürst von großer Macht!/ Es wollen dir der Erde Herren/ den Weg zu deinem Throne sperren,/ doch du gewinnst ihn ohne Schlacht.
„Dein Reich ist nicht von dieser Erden,/ doch aller Erden
Reiche werden/ dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten/ der Welt hinaus und macht dir Bahn;
„und wo du kommest hergezogen,/ da ebnen sich des Meeres
Wogen,/ es schweigt der Sturm, von dir bedroht;/ du kommst, auf den empörten Triften/ des Lebens neuen Bund zu stiften,/ und schlägst in Fessel Sünd und Tod.
„O Herr von großer Huld und Treue,/ o komme du auch
jetzt aufs neue/ zu uns, die wir sind schwer verstört. /Not ist es, daß du selbst hienieden/ kommst zu erneuern deinen Frieden,/ dagegen sich die Welt empört.
„O laß dein Licht auf Erden siegen,/ die Macht der Finsternis
erliegen/ und lösch der Zwietracht Glimmen aus,/ daß wir, die Völker und die Thronen,/ vereint als Brüder wieder wohnen/ in deines großen Vaters Haus.
Friedrich Rückert
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„Tochter Zion, freue dich,/ jauchze laut, Jerusalem!/ Sieh,
dein König kommt zu dir; /ja er kommt, der Friedefürst./ Tochter Zion, freue dich,/ jauchze laut, Jerusalem!


