Jahreswende 46
Himmelsthron. Auch was auf Erden ist,/ soll prei⸗ sen hoch und loben/ mit allen Engeln droben/ den lieben heilgen Christ.
2. Das Licht ist aufgegangen,/ die lange Nacht ist hin;/ die Sünde liegt gefangen,/ erlöst ist Serz und Sinn. Die Sündenangst ist weg,/ der Glaube geht zum Himmel/ nun aus dem Weltgetümmel /auf einem sichern Steg. ö
3. Nun sind nicht mehr die Kinder/ verwaist und vaterlos; /Gott rufet selbst die Sünder/ in seinen Gnadenschoß;/ er will, daß alle, rein/ von ihren alten Schulden,/ vertrauend seinen Zulden,/ gehn in den Himmel ein.
4. Drum freuet euch und preiset,/ ihr Seelen fern und nah! /Der euch den Vater weiset, der heilge Christ, ist da;/ er ruft so freundlich drein/ mit süßen Liebesworten:/ Geöffnet sind die Pforten,/ ihr Kin⸗ der, kommt herein!
Ernst Moritz Arndt, 1 J860.
Jahreswende 46
Mel.: Serr Jesu Christ, dich zu uns wend(oder wie Nr. 32). Görlitz J638. 3. Das alte Jahr vergangen ist;/ wir danken dir, Herr Jesu Christ,/ daß du in Not uns und Gefahr/ behütet hast lang zeit und Jahr. 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn/ des Vaters in dem höchsten Thron:/ du wollst dein arme Chri⸗ stenheit/ bewahren ferner allezeit.
23


